Alzheimer: Erste Anzeichen am Autosteuer?

Worauf Angehörige unbedingt achten sollten

Viele Leiden entwickeln sich schleichend. Dazu gehören auch Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer, bei denen es zu geistigen Einschränkungen kommt. Deswegen suchen Experten weiterhin nach Diagnose-Methoden, mit denen sich die Krankheit schon vor dem Auftreten erster Symptome nachweisen lässt.

Es gibt Veränderungen im Immunsystem

Eine wichtige Entdeckung in puncto der ersten Anzeichen von Alzheimer machten Wissenschaftler der Uni München. Sie stellten in einer Studie fest: Schon etwa sieben Jahre vor Ausbruch erster Symptome zeigen sich Auffälligkeiten im Immunsystem. So verändert sich das Verhalten der sogenannten Fresszellen. Sie sind weniger aktiv. Die Experten vermuten, dass sie bei Gesunden eine Schutzfunktion haben. Daher forschen sie jetzt an Wirkstoffen, die die Fresszellen wieder auf Trab bringen.

Da sich die Demenz allmählich entwickelt, ist es ratsam, auf mögliche erste Alzheimer-Anzeichen verstärkt im Alltag zu achten, auch im Auto. Schließlich können sich erste Symptome auch dort bemerkbar machen. Wenn der Betroffene beim Fahren vermehrt die Orientierung verliert. Wenn er immer wieder Probleme hat, die Kupplung zu betätigen. Oder wenn er wegen seines gefährdenden Fahrverhaltens vermehrt angehupt wird.

Neben einer Demenz gibt es natürlich noch andere Ursachen für eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit, insbesondere bei älteren Verkehrsteilnehmern. So  kann es sein, dass zu wenig Wasser getrunken wird, was das Konzentrations- und Reaktionsvermögen erheblich mindert.

Auch Hörprobleme erhöhen die Unfallgefahr

Daneben können auch Hör- und Sehprobleme die Fahrtüchtigkeit mindern. Ferner vermehrte Atemaussetzer in der Nacht (sogenannte Schlafapnoe). Der Grund: Die Betroffenen erholen sich nicht und sind tags über sehr müde, was das Einschlafrisiko hinterm Steuer stark erhöht. Aufpassen heißt es zudem bei Medikamenten-Nebenwirkungen. Denn auch sie können das Autofahren erschweren – oder sogar unmöglich machen! So zum Beispiel wegen Schwindel. Da heißt es lieber auf Nummer sicher gehen und vorab den Beipackzettel studieren. Oder aber den Apotheker auf das Thema ansprechen.