Alzheimer frühzeitig erkennen: Neueste Forschungsergebnisse

Ein Testverfahren kann die Krankheit Jahre im Voraus nachweisen

22. März 2017

Ärzten vom Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung in München haben bestimmte Signale ermittelt, die bis zu sieben Jahre vorher anzeigen, dass ein Patient an Alzheimer erkranken wird. 

Die Mediziner fanden heraus, dass ein bestimmter Eiweißstoff von den Fresszellen abgegeben wird und auch das Immunsystem im Gehirn eine erhöhte Aktivität aufweist. 

Die Krankheit zeigt sich durch Entzündungen 

Wenn das Immunsystem besonders aktiv ist, deutet das darauf hin, dass im Gehirn Entzündungen bekämpft werden. Diese Entzündungen gelten – neben der Bildung von so genannten Eiweißplaques – als Vorläufer und Auslöser von Demenzerkrankungen. Die Aktivität der Fresszellen wird durch sterbende Hirnzellen angeregt. Die Fresszellen haben wohlmöglich eine Schutzfunktion, die mit dem Fortschreiten der Erkrankung nachlässt. Ziel der Forschung ist es deshalb, die Aktivität der Fresszellen wieder zu erhöhen. 

Je früher die Therapie beginnt, desto besser 

Da sich diese Prozesse nachweisen lassen, bevor Symptome auftreten, könnte Alzheimer künftig früher und damit effektiver behandelt werden.