Botox & Hyaluron helfen auch bei Krankheiten

Sie halten nicht nur optisch jung

Starr, unbeweglich, wie fest gefroren – das sind meist die ersten Gedanken, die mit Botulinumtoxin in Verbindung gebracht werden. Ausdruckslose Gesichter ohne Mimik, die mit dem Nervengift quasi totgespritzt wurden. Doch stimmt das wirklich? Botox und Hyaluron eilt nicht der beste Ruf voraus, dabei können sie mehr als nur Fältchen mindern. Welche Krankheiten und Beschwerden sie lindern können, erklären wir hier.

Botox als Falten-Stopper

Der bekannteste und gängigste Einsatz ist hierzulande in der ästhetisch-plastischen Medizin. Botolinumtoxin A wird vor allem verwendet, wenn (Mimik-)Falten ausgebügelt werden sollen. Mit Hilfe des Nervengifts lässt sich nämlich verhindern, dass sich Muskeln zusammenziehen. So kann etwa die Zornesfalte nicht mehr gerunzelt werden, und die Stirn wirkt glatt. Auch bei den Fältchen rund um Augen oder Mund kommt Botox zum Einsatz.

Botox zur Muskel-Lähmung

Ursprünglich wurde Botox vor allem in Bereichen der Neurologie angewandt: und zwar bei Bewegungsstörungen (Dystonien), bei denen es zu unwillkürlichen und abnormen Muskelbewegungen kommt, wie z. B. dem Schiefhals (Torticollis). Beim Lidkrampf (Blepharospasmus) hat sich eine Behandlung mit dem Nervengift ebenfalls bewährt.

Botox für Viel-Schwitzer

Bei übermäßigem Schwitzen ist eine Botox-Therapie äußerst effektiv: Das Gift hemmt die Freisetzung von Acetylcholin aus den Nervenzellen, die Schweißdrüsen werden nicht mehr aktiviert und der Patient schwitzt weniger. Nach etwa sechs Monaten lässt die Wirkung allerdings nach.

Botox bei Migräne-Patienten

Wer unter chronischer Migräne leidet, kann sich Botox an mindestens 31 Stellen der Kopf-, Nacken- und Schultermuskulatur injizieren lassen. Die muskuläre Entspannung lindert die Symptome und verhindert weitere Migräne-Anfälle.

Wunderwaffe Hyaluron

Als echte Wunderwaffe im Kampf gegen die Zeichen der Zeit wird Hyaluronsäure gehandelt. Kein Wunder, schließlich handelt es sich dabei um einen Körpereigenen Stoff, der Wasser binden und speichern kann. Das macht ihn so wichtig und wertvoll. 

Hyaluron zur Linien-Füllung

Falten, die sich in die Haut eingegraben haben, lassen sich mit Hyaluronsäure aufpolstern, sodass die Haut prall und glatt aussieht. Beliebtes Einsatzgebiet: Nasolabialfalte oder Krähenfüße. Aber auch bei eingefallenen Wangen, dunklen Augenringen, kleinen Brüsten oder schmalen Lippen leistet der Stoff ganze Arbeit.

Hyaluron als Gelenk-Schmiere

Die Gelenkflächen bestehen aus Knorpelmasse, die mit Hilfe von Gelenkflüssigkeit – bestehend aus Hyaluronsäure – intakt und geschmeidig bleibt und für optimale Beweglichkeit der Gelenke und deren Schutz sorgt. Mit zunehmendem Alter macht sich ein Verschleiß bemerkbar, es kann zu Arthrose (Gelenkverschleiß) im Knie kommen. Um Beschwerden zu lindern und die Zeit bis zu einer Operation zu überbrücken, wird Hyaluronsäure gespritzt. 

Hyaluron für Beauty-Fans

Die Kosmetikindustrie hat sich den Wirkstoff Hyaluron längst zu Nutze gemacht und setzt ihn vor allem im Bereich der Gesichtspflege u. a. in Cremes, Gels, Ampullen und Kapseln ein. Meistens werden jedoch nur kleine Fragmente davon verwendet, da sie dadurch besser in die Haut eindringen können, damit leichte Fältchen auch optimal gemindert werden.

Hyaluron als Nasen-Befeuchter

Damit die Nasenschleimhaut nicht austrocknet, enthalten viele Nasensprays Hyaluron. Das gilt auch für Augentropfen, die so einen dünnen, wasserbindenden Film bilden und die Augen länger feucht halten.

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