Triclosan in Zahnpasta und Co.: Wie gefährlich ist der Stoff wirklich?

Augen auf beim Zahnpasta-Kauf!

Triclosan steckt in vielen Kosmetika, in Deos und in Zahnpasta. Jetzt fordern einige Experten, den Stoff ganz zu verbieten, denn er steht im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein. Doch kann Triclosan in Zahnpasta und Co. uns wirklich schaden?

Das Desinfektionsmittel wurde ursprünglich in Krankenhäusern dazu verwendet, Bakterien, Pilze und Viren abzutöten. Triclosan ist wirksam – und gefährlich. Die Verbraucherzentrale warnt davor, und Forscher aus aller Welt fordern das Verbot der Substanz. In den USA wurde sie 2016 vom Markt genommen. In Deutschland findet sich Triclosan immer wieder in Zahnpasta, Kosmetik und Co.

Bakterien werden dadurch resistent

In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass Triclosan die männlichen Sexualhormone blockiert, die Tiere verweiblichen. Der Stoff schwächt die Muskulatur und löst Allergien aus, schädigt die Leber und erhöht das Risiko für Leberkrebs. Durch Triclosan können multiresistente Keime entstehen, die für Patienten lebensbedrohlich werden können. Der Stoff kann in Kläranlagen nicht komplett abgebaut werden – er gelangt mit dem Abwasser in die Gewässer und schädigt Fische und Algen. Aber was macht Triclosan in Zahnpasta und Co.?

Immer genau lesen, was im Produkt steckt

Die Industrie setzt den Stoff gerne ein – bevorzugt in Zahnpasta, Mundwasser, Seife, Duschgel, nicht sprühbaren Roll-Deos und Gesichtspuder, Schminke und in den Reinigungsmitteln, mit denen Finger- und Fußnägel vor dem Aufbringen von Gel-Nägeln behandelt werden.

In Naturkosmetik ist Triclosan verboten

Die Verbraucherzentrale rät, am besten nur noch Naturkosmetik zu verwenden – hier darf der Triclosan nicht verwendet werden. Vorsicht, wenn mit antibakterieller oder geruchshemmender Wirkung geworben wird: Da steckt meist Triclosan drin.