Antimon & Radon: Wie gefährlich sind die Stoffe wirklich?

Ist unsere Gesundheit gefährdet?

Diese natürlichen chemischen Elemente umgeben uns ständig – und immer wieder wird darauf hingewiesen, dass beide giftig sind. Aber was genau ist dran an den angeblichen Umweltgiften? Wir haben mal nachgeforscht...

Was ist Radon und was bewirkt ein Kontakt damit?

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das aus dem Boden durch Risse im Mauerwerk oder undichte Fugen in Gebäude dringt. Das Gas zerfällt in kleine radioaktive Partikel, die man mit der Luft einatmet. Nach neuesten Angaben der Bundesregierung sterben rund 1.900 Menschen pro Jahr an Lungenkrebs, der auf eine hohe Radonbelastung in Häusern zurückzuführen ist.

Wie kann man sich vor Radon schützen?

Intensives Lüften im Keller reicht oft schon aus, um die Radonbelastung zu senken. Außerdem sollten Risse, Fugen und Durchlässe in erdberührten Bereichen abgedichtet werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Radonbelastung im Haus messen. Geräte kann man auch leihen.

Was ist Antimon, und was bewirkt ein Kontakt damit?

Antimon ist ein natürliches Halbmetall und wird zur Herstellung von Polyester-Stoffen, PET-Flaschen, Plastikverpackungen aller Art, Autoreifen und vielen Spielzeugen benutzt. Über Lebensmittel, Trinkwasser, Atmung und Haut nimmt man es auf. Schon 2003 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Antimon als krebserregend ein. Es kann in hohen Konzentrationen zu Herzproblemen, Lungenkrankheiten, Durchfall, Erbrechen und Unfruchtbarkeit führen. Professor Dr. Michael Baumgart, Leiter des Bereichs Chemie bei Greenpeace, fordert ein EU-Verbot. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagt, dass bei Tests von Textilien und Plastikflaschen keine Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte festgestellt wurden. Die Verbraucher seien sicher. Da steht Aussage gegen Aussage. Und nun?

Wie kann man sich vor Antimon schützen?

Es ist sicher sinnvoll, einige kleine Dinge für sich zu ändern. Getränke sollte man aus Glas- statt aus PET-Flaschen trinken und in Plastik verpackte Lebensmittel reduzieren. Beim Sport statt des Polyester-Trikots einfach mal wieder das Baumwoll-Shirt wählen. Bei Matratzen auf Antimon-freie Herstellung achten. Dann sind sie zwar etwas teurer, geben aber ein viel besseres (Schlaf-)Gefühl.