Husten und Bronchitis: Alles zur Behandlung

Husten und Bronchitis: Alles zur Behandlung

Ist Husten ein nur lästiges Symptom der Bronchitis oder doch ein Weg des Körpers, sich selbst zu helfen? Hier mehr zu Behandlung und Hausmitteln.

© Edward Jenner on Pexels

Bronchitis: Symptome, Behandlung und Folgen

Sind die Atemwege in der Lunge, die sogenannten Bronchien, entzündet, sprechen Fachleute von einer Bronchitis. Das hauptsächliche Symptom ist Husten, wegen des sich etwa 5 von 100 Personen jährlich in ärztliche Behandlung begeben. Der folgende Text klärt über Ursachen, Symptome sowie mögliche Folgen auf und stellt hilfreiche Hausmittel vor.

Anzeichen der akuten Bronchitis

Ganz besonders in der Erkältungszeit leiden viele Personen unter Schnupfen und Husten. Doch obwohl sich die Symptome der einfachen Erkältung und der Bronchitis zunächst ähneln, handelt es sich nicht um dieselbe Erkrankung. Dennoch gehen beide gern Hand in Hand oder die Entzündung der tiefen Atemwege tritt als Folge des Erkältungshustens auf.
Die Beschwerden sind lästig und es ist wichtig, die Bronchitis gut auszukurieren, um sie nicht weiter zu verschleppen. Wie können Betroffene also herausfinden, ob sie an einer Erkältung leiden oder ob sich bereits eine Bronchitis entwickelt hat, die je nach Ausprägung eine Behandlung benötigt?
Die Qualität des Hustens verändert sich im Verlauf der Erkrankung: Zu Beginn liegt oftmals ein trockener Reizhusten vor, der sich zum produktiven Husten entwickelt. Hierbei befördert der Körper den störenden Schleim aus den Atemwegen heraus.
Die Symptome bei Bronchitis treten häufig verstärkt in der Nacht auf. Deshalb ist eine Behandlung oft schon allein daher sinnvoll, um die Schlafqualität zu verbessern und die Regeneration des Körpers zu fördern. Je nach Intensität des Hustens kann es begleitend zu Schmerzen im Brustkorb, Atemproblemen sowie Heiserkeit kommen.

Husten – Symptom oder Selbsthilfe?

Für die Entstehung einer Bronchitis sind in etwa 90 Prozent der Fälle Viren verantwortlich. Nur selten kommen Bakterien, Pilze oder umweltbedingte Schadstoffe als Auslöser infrage. Unabhängig davon, welche Ursache genau hinter den lästigen Symptomen steckt, gilt: Die Fremdkörper gelangen bei der Einatmung über Nase oder Mund bis in die tiefen Verästelungen am Ende der Luftröhre, setzen sich dort fest und vermehren sich.
In der Folge reagiert das einsatzbereite Immunsystem des Körpers: Die Schleimhäute bilden vermehrt Schleim, welcher die Erreger sowie abgestorbene Zellreste beim Husten mit nach draußen nimmt. Patienten wollen dieses lästige, schlafraubende Symptom in der Regel gern loswerden, was gut nachvollziehbar ist. Und doch ist der Husten sinnvoll und ein hilfreiches Mittel des Körpers, um die Behandlung der Bronchitis selbst voranzutreiben.

Behandlung der Bronchitis

Allgemeine Gesundheit vorausgesetzt, heilt die Entzündung der Atemwege meist auch ohne gezieltes Behandeln von selbst aus. Treten begleitend zur Bronchitis quälender Husten, Schmerzen und ein Schlappheitsgefühl auf, kann eine symptomorientierte Therapie zum Einsatz kommen.
Mit diesen Tipps können Sie den Husten loswerden:
    •    zur Ruhe kommen und schonen
    •    Verzicht auf Sport und Anstrengung allgemein
    •    warme Getränke für gesteigertes Wohlbefinden
    •    Hustenreiz- sowie schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente
Auch Hausmittel können bei Bronchitis zum Einsatz kommen und, nach eigenem Gefühl angewendet, das Befinden verbessern. Wickel und Auflagen auf der Brust sowie Dampfinhalationen fördern das Abschwellen der Schleimhäute und den Abtransport der unerwünschten Erreger. Warme Tees beruhigen, genau wie Honig, den Hustenreiz und lassen Betroffene zur Ruhe kommen.

Wichtig zu wissen

Die Behandlung der Bronchitis ist unkompliziert und orientiert sich vorrangig an den Symptomen. Betroffene sollten die Entwicklung jedoch gut beobachten, um die Erkrankung nicht zu verschleppen.
In vielen Fällen ist der Einsatz von Hausmitteln und viel Ruhe bei Bronchitis ausreichend, um das Wohlbefinden zu steigern und die lästigen Symptome etwas zu lindern. Der grundsätzlich gesunde Körper kann durch sein aktives Immunsystem solch entzündlichen Erkrankungen gut selbst begegnen. Oftmals bessern sich einige Beschwerden schnell und klingen fast ganz ab. Doch es kann über einen Zeitraum von mehreren Wochen dauern, bis gar keine Anzeichen mehr auf die Bronchitis hinweisen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, aufmerksam zu sein und die Anzeichen im Verlauf der Zeit genau zu beobachten.
Verzichten Betroffene trotz ausbleibender Besserung darauf, die Bronchitis zu behandeln, können sich daraus unangenehme Folgen entwickeln. Die Entzündung der Bronchien breitet sich womöglich im Gewebe der Lunge aus und führt dort zu weiteren Erkrankungen. Liegen sonstige Erkrankungen der Atemwege vor, ist das Immunsystem geschwächt oder bleibt die Bronchitis länger als acht Wochen bestehen, so sollte der Arzt über eine geeignete Behandlung entscheiden.

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