Gibt es das Leaky-Gut-Syndrom wirklich?

Der Begriff „Leaky-Gut-Syndrom“ geistert gerade durchs Netz

Wer „Leaky Gut Syndrom“ googelt, bekommt eine Schreckensmeldung nach der anderen: Die Darmschleimhaut ist undicht. Deshalb können Bakterien, unverdaute Nahrung und Stoffwechselprodukte in den Blutkreislauf gelangen.

Unter anderem sollen schlimme Allergien, Akne, Rheuma, Diabetes, Neurodermitis oder Zöliakie die Folge sein.

Die Symptome sind auch Blähungen und Völlegefühl, Durchfall und Verstopfung. Die Experten im Netz empfehlen beim Leaky-Gut-Syndrom dann stets eine Ernährungsumstellung, wenig Zucker, keine Getreideprodukte und keine Fertignahrung. 

Aber: Entwarnung! Das Leaky-Gut-Syndrom gibt es zwar tatsächlich, aber es ist viel zu wenig erforscht, um solche Rückschlüsse zu ziehen. Seriöse Ärzte sehen die löcherige Darmwand nicht als Verursacher, sondern als Folge einer Krankheit an. Wie etwa von der chronischen Darmentzündung Morbus Crohn, die den Darm schädigt.

Wer das Gefühl hat, dass mit seinem Darm etwas nicht stimmt, sollte keine Tipps aus dem Internet befolgen, sondern besser zum Arzt gehen.

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