Kleiner Räuber, große Schäden: Was hilft gegen Marder?

So vertreiben Sie den ungeliebten Zeitgenossen

06. März 2017

Sie sind süß anzuschauen, jedoch schlummert das Raubtier-Gen in ihnen. Marder verursachen gerade in der kalten Jahreszeit erhebliche Schäden an Häusern, wenn Sie sich mit ihren kleinen, spitzen Zähnchen durch Isolierungen und Dämmerungen knabbern. Was hilft gegen Marder? Hier lesen Sie es.

Dieser Tage sollten Hausbesitzer genau hinschauen: In der kalten Jahreszeit sind jede Menge Marder auf Reviersuche. Dachstühle gehören dabei zu den bevorzugten Plätzen. Doch oft merken Hauseigentümer lange Zeit nichts von den ungebetenen Gästen. Denn der Marder ist ein scheues, nachtaktives Tier.

Umso wichtiger ist es, die Anzeichen für seine Anwesenheit richtig zu deuten. Dazu zählen Kratz- und Trappelgeräusche, aber auch Reste von Aas sowie Urin und Kot. Bei den ersten Hinweisen ist sofortiges Handeln geboten. Denn die Tiere beißen und graben Tunnel in die Isolierung des Daches. Durch die Gänge entweicht Wärme; Feuchtigkeit kann eindringen und Schimmel begünstigen. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig darüber zu informieren, was gegen Marder hilft.

So verjagen Sie die Marder im Dach

Als probates Mittel, mit dem sich Marder verjagen lassen, hat sich vor allem Lärm erwiesen. Die kleinen Raubtierchen mögen nämlich keine lauten Geräusche. So kann man z. B. ein Radio aufstellen und tagsüber laut aufdrehen, wenn die Tiere schlafen. Manchmal genügt es auch schon, ab und an gegen die Decke zu klopfen, um Marder kurzfristig zu verjagen.

Was hilft langfristig gegen Marder?

Um das Problem dauerhaft zu lösen, muss man dafür sorgen, dass die Tiere auch nicht mehr in das Haus zurückkehren können. Dazu gehört: Äste nicht dichter als zwei Meter an die Dachfläche wachsen lassen und Fassadenbegrünungen regelmäßig zurückschneiden! Rankgitter sind so zu montieren, dass der Marder darüber nicht an die Dachfläche gelangen kann. Aufschluss darüber geben, woher der Marder ins Dach kam, können Kratzer an Regenrinnen, Fassade oder Bäumen.

Wichtig: Die Schlupflöcher und Gänge erst dann verschließen, wenn der Marder nicht mehr im Dachstuhl ist. Sonst muss das eingeschlossene Tier qualvoll verhungern. Hilft das alles nichts, bleibt nur der Gang zum Profi. Das Tier mit Fallen einfangen oder gar töten dürfen nur Jäger mit entsprechenden Berechtigungen. Die Untere Jagdbehörde bei der Kreisverwaltung hilft Betroffenen bei der Suche.