Welche Isolierung am Haus ist ohne Risiko?

Brandgefährliche Wärmedämmung an Fassaden

21. November 2017

Welche Isolierung am Haus ist gut? Welches Dämm-Material ist das beste und sicherste? Eines vorab: Ganz ohne Risiko ist eine Fassadendämmung leider nie, doch es gibt deutliche Unterschiede! Wir haben uns über die gängigen Baustoffe schlaugemacht.

Haus Isolierung: Der Klassiker

Das derzeit günstigste Material zur Isolierung eines Hauses ist Polystyrol (EPS), umgangssprachlich Styropor. Die Hartschaumplatten lassen sich leicht verarbeiten und dämmen gut bei einem sehr geringen Eigengewicht. Doch EPS ist umstritten. Das Material gilt zwar als schwer entflammbar, entwickelt aber bei einem Brand starken Qualm und setzt giftige Gase frei. Schmilzt es, tropft es brennend an der Fassade herunter, und die Flammen breiten sich aus. Experten raten daher zu Alternativen.

Haus Isolierung: Bio-Variante

Naturdämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen meist aus Pflanzenfasern. Es gibt z. B. Platten aus Holz, Baumwolle, Flachs oder Hanf. Sie bieten zwar einen hervorragenden sommerlichen Wärmeschutz, dämmen dafür aber etwas schlechter als EPS oder mineralische Stoffe. Sie sind außerdem leichter entflammbar und dürfen bei bestimmten Bauten nicht eingesetzt werden. Eine gänzlich natürliche Isolierung am Haus ist also nur in einigen Fällen machbar.

Haus Isolierung: Mineralischer Stoff

Fassadendämmungen auf mineralischer Basis sind sicher und nicht brennbar. Steinwolle und Glaswolle haben einen sehr guten Dämmwert, sind flexibel und resistent gegen Ungeziefer, Schimmel und Fäulnis. Glaswolle ist leichter, lässt sich sehr gut verarbeiten und ist feuersicher bis ca. 700 Grad. Sie besteht aus Kalkstein, Altglas und Quarzsand, ist also ein Recyclingprodukt. Steinwolle hat dafür bessere Schalldämm-Eigenschaften und ist feuersicher bis ca. 1 000 Grad. Die Platten sind aber weniger flexibel, weshalb z. B. im Steildachbereich häufiger Glaswolle zum Einsatz kommt.

Innendämmung

Ist eine schnelle, kostengünstige und vor allem risikofreie Isolierung gefragt, kann eine Innendämmung die Lösung sein. Zum Beispiel mit Reflexionsfolien oder -platten, die sich einfach hinter die Heizkörper kleben lassen. Effektiver ist natürlich, Kältenischen zuzumauern und neue Heizkörper daraufzusetzen – so geht weitaus weniger Wärme durch die Fassade verloren.

Noch mehr Informationen zum Thema erhalten Sie unter:
www.vdpm.info und www.vpb.de