Gigaset GX 290 Outdoorhandy im Test

Smartphone für Extreme

11. Februar 2020
Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone von vorne Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone von hinten Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone gecheckt

Abenteurer, Camper, Menschen die gern und viel draußen bzw. in rauen Umgebungen sind - das sind die Zielgruppen für das Outdoorhandy Gigaset GX290. Es hat einen Riesen-Akku, lässt sich kabellos laden und hält laut Hersteller einiges aus. Wir haben es uns einmal genauer angesehen.

Design und Stabilität

Smartphones für draußen müssen martialisch aussehen. Das Gigaset erfüllt dieses Klischee auf jeden Fall. Das Gehäuse ist aus einem speziellen Zweikomponenten-Kunststoff gegossen und von einem Metallrahmen umgeben. So soll das Display besonders gut geschützt sein. Laut Hersteller überlebt das Handy so einen Sturz aus bis zu 1,2m Höhe. Wir haben es aus einem Meter Höhe auf Beton fallen lassen und bis auf kleinere Kratzer am Gehäuse hat es den Sturz gut überstanden.

Die äußeren Tasten sind groß und stabil angebracht und halten auch einem Sturz gut stand. An den vier Ecken wird das Metallgehäuse von dem speziellen Kunststoff geschützt. Dieser ist mattschwarz mit orangenen Linien und sieht durchaus schick aus.

Das Display

Das Display ist mit Gorilla Glas 3 ausgestattet. Ein speziell gehärtetes Glas, welches gegen Kratzer und Stürze schützt. Es ist außerdem ab Haus mit einer Schutzfolie versehen. Diese erkennt man um die Sensoren herum an kleinen Luftbläschen. So wird das Display zusätzlich geschützt. Es ist keine Schutzfolie, wie bei normalen Smartphones, die man nach dem Kauf entfernt, sondern eine, die drauf bleiben sollte.

Das Display selbst ist ein IPS-LCD mit großen 6,1 Zoll Diagonale. Es ist so groß wie das des aktuellen iPhone 11. Allerdings geht es durch das Schutzgehäuse nicht bis zum Rand. Dadurch ist das Gehäuse größer als beim iPhone.

Die Auflösung beträgt 1560x720 Pixel. Das entspricht 283 PPI. Es war in unserem Test sehr Blinkwinkelstabil und überzeugte mit guten Farben und scharfen Kanten. Die Helligkeit des Displays beträgt 455 cd/m2. Es damit auch bei direktem Sonnenlicht sehr gut ablesbar.

Der Touchscreen lässt sich gut und zielgenau bedienen. Er reagiert in Echtzeit, Verzögerung haben wir keine bemerkt.

Die Kamera

Mir 13 Megapixeln ist die Kamera eher im Mittelfeld angesiedelt. Schärfe von Details ist nicht die Stärke der Kamera. Für Schnappschüsse unterwegs sind die Fotos jedoch in Ordnung. Die Farben sind eher kühl bis neutral.

Zoomt man in die Fotos rein, sieht man aber deutlich den Schärfemangel.

Gigaset GX290 Beispielfoto

Die Frontkamera hat 8 Megapixel und reicht für ein Selfie für zwischendurch oder ein Videotelefonat aus.

Akku

Der Akku ist mit seinen 6.200 mAh wirklich riesig. Bei normaler Nutzung über den Tag verteilt musste das Gigaset beim Test nur alle 3 Tage an die Steckdose zum Laden. Wenn man es wenig nutzt, reicht sogar nur einmal je Woche. Ich erinnere mich an frühere Zeiten mit dem Nokia 6110. Da hat das auch noch gereicht ;-)

Den Akku kann man per USB-C Kabel laden oder auch drahtlos mit bis zu 15 Watt. Vor allem letztere Möglichkeit fanden wir sehr spannend, so muss man nicht jedesmal die Abdeckung der Ladebuchse abfummeln. Ein Ladevorgang dauert dann aber schon einmal 6-7 Stunden, wenn der Akku leer ist. Per Kabel geht es fast doppelt so schnell.

Wasser und Staub

Wir haben das Smartphone im Pool versenkt und dort eine Weile liegen lassen und es auch in der Wüste von Dubai in den Sand verbuddelt. Beide Tests hat das GX290 tadellos überstanden.

Das Gerät ist laut Hersteller nach IP68 gegen Wasser und Staub gesichert. 30 Minuten in 1,2 m tiefem Wasser dürften kein Problem darstellen. Achtet aber darauf, dass damit kein Salzwasser gemeint ist.

Geschwindigkeit und Speicher

Im Handy werkelt ein Mediatek-Chip. Genauer gesagt ein Helio P23 mit 3 GB RAM - Mittelklasse im Smartphone Bereich. Es läuft ein Android 9.0 Pie auf dem Gerät, welches nicht durch allerlei nutzlose Apps nervt. Im Alltag reichte die Geschwindigkeit des Prozessors völlig aus. Größere Apps laden langsamer als auf einem Spitzen-Smartphone mit deutlich schnellerem Prozessor. Ohne diesen direkten Vergleich stört das jedoch in der Praxis nicht.

WhatsApp, Webbrowser, Youtube und andere Apps laufen schnell und ohne Probleme. Die nur 32GB Speicher fallen schon eher negativ auf. Mit einigen Fotos, Videos und Apps kann hier der Platz schon knapp werden. Zum Glück lassen sich Micro-SD Karten mit bis zu 512 GB einstecken und so der knappe Speicher erweitern.

Weitere Features

WLAN mit n-Standard, Bluetooth 5.0 sowie NFC sind vorhanden. Dazu ein USB-C Anschluss. Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungs- und Lichtsensor sowie Sensor für Fingerabdrücke und Kompass lassen keine Wünsche offen.

Das Gerät unterstützt GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+ sowie LTE. Es wird eine Nano-SIM benötigt und es ist Dual-SIM-tauglich.

Es hat die Maße 162x79x15mm und wiegt 279g.

Unser Fazit

Wer ein solides Outdoor-Gerät sucht, dessen Akku lange durchhält, welches auch mal ein Bad im Fluss oder einen Sturz auf den Boden überlebt, der ist mit dem Gigaset GX290 genau richtig. Es zählt auf keinen Fall zu den Leichtgewichten aber irgendwoher muss ja die Laufzeit auch kommen.

Im Alltag hat es uns gut gefallen. Mit einem Straßenpreis von um die 260 Euro ist es sein Geld auf jeden Fall wert. 

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