Der Warn-Code unserer Augen

So viel lässt sich an den Augen ablesen

Unser Blick kann Aufschluss über die Gesundheit geben. Also: ruhig mal ganz genau hinsehen!

Erste Anzeichen einer Erkrankung lassen sich oft schon früh an den Augen oder der Netzhaut ablesen. Eine Übersicht der Symptome, die auf mögliche Krankheiten hinweisen können:

Starke Rötung

Oft ist eine Bindehautentzündung schuld, die mit Medikamenten behandelt werden muss, aber schnell wieder abklingt. Gerötete Augen können auch Anzeichen einer Entzündung sein, die mit Rheuma zusammenhängt.

Dunkle Ringe

Falls nicht akuter Schlafmangel der Grund ist, sondern die Augenringe dauerhaft da sind, liegt das häufig an Schilddrüsen-Problemen. Ein Arzt klärt hier auf.

Jucken und Trockenheit

Überheizte Räume, schlecht beleuchtete Arbeitsplätze oder der falsche Umgang mit Kontaktlinsen können schuld sein. Nicht selten deuten trockene Augen auch auf Vitamin-A-Mangel hin.

Gelbe Verfärbungen

Bei gelblichem Schimmer im Augapfel ist Vorsicht geboten: Die Blutfettwerte sind wahrscheinlich erhöht, und die Leber ist belastet. Vom Hausarzt oder Internisten untersuchen lassen.

Weißgelber Ring um die Iris

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann der Grund sein. Das trifft vor allem bei Unter-50-Jährigen zu. In fortgeschrittenem Alter tritt der Ring häufiger aber auch als harmlose Alterserscheinung auf.

Zuckende Augenlider

Hinter nervösem Zucken kann eine Schilddrüsen-Überfunktion stecken. Ebenso ein Kalziumüberschuss oder starker Magnesiummangel. Hat ein Labortest all das ausgeschlossen, kann ein Neurologe weiterhelfen.

Was die Augenfarbe verrät

Eine Studie der University of Pittsburgh konnte beweisen, dass Menschen mit hellen – also blauen oder grauen – Augen weniger Schmerzen empfinden als diejenigen mit braunen Augen. Und: Der Diabetesgrad, an dem ein Betroffener leidet, kann die Farbe sogar verändern. Forscher beobachten schon seit Längerem, dass die Augen von Zuckerkranken immer dunkler werden, je weiter die Krankheit voranschreitet.