6 Risikofaktoren für eine Demenz

Ein falscher Lebensstil, Einsamkeit und Isolation

Etwa 40 Prozent der Erwachsenen hierzulande haben Angst an Demenz zu erkranken, Frauen noch mehr als Männer. Doch viele kennen gar nicht die Risikofaktoren, wie eine britische Umfrage ergab. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt:

1. Gefühlte Einsamkeit: ein Krankmacher

Bei Menschen über 50, die sich einsam fühlen, erhöht sich das Risiko einer Demenz-Erkrankung um 40 Prozent. Das belegt eine Studie der Uni Florida. Vorbeugen kann man etwa mit durchblutungsförderndem Ginkgo-Extrakt.

2. Diabetes: Frauen besonders betroffen

Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte gehen mit einer Verschlechterung der kognitiven Leistung einher. Dabei haben Frauen mit Diabetes Typ 2 ein 2,3-fach und Männer ein 1,7-fach erhöhtes Risiko, eine vaskuläre Demenz zu entwickeln.

3. Blutdruck: je höher, desto schlechter

Was viele nicht wissen: Schon bei einem normalen Blutdruck haben Menschen im mittleren Alter ein erhöhtes Risiko für Demenz – ab 150 mmHg steigt es sogar noch stärker an. Das ergab eine britische Studie.

4. Depressionen: ähnliche Symptome

Als mögliches Frühsymptom für Alzheimer gelten Depressionen. Bei beidem kann es zu strukturellen Veränderungen im Gehirn kommen. Wegen ähnlicher Symptome tarnt sich manchmal auch eine Depression als Demenz.

5. Schwerhörigkeit: gesteigertes Risiko

Auch Schwerhörigkeit kann am Entstehen einer Demenz schuld sein und sie beschleunigen – um das 1,5-fache, wie britische Forscher herausfanden. Der genaue Zusammenhang ist noch unklar.

6. Alkohol: schuld an frühzeitiger Demenz

Wer regelmäßig über den Durst trinkt, erhöht sein Risiko an einer Demenz zu erkranken um das Dreifache, wie eine französische Studie belegt. Zu viel Alkohol steigert auch die Gefahr, frühzeitig (vor 65) dement zu werden.

Früherkennung: Erste Symptome zeigen sich an den Augen

Alzheimer im Frühstadium kann man künftig vielleicht per Augentest diagnostizieren. Forscher der Washington University School of Medicine haben herausgefunden, dass Patienten, die bereits im Gehirn die für Alzheimer typischen Plaques aufweisen, auch eine deutlich verdünnte Netzhaus (Retina) hatten. Zudem machten Ärzte eine schlechtere Durchblutung der Augen aus. Beides ließe sich mit einer gängigen Untersuchung der Netzhaut beim Augenarzt feststellen.

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