Cannabis auf Rezept: Wann zahlt die Kasse?

Von der Droge zum wirksamen Medikament

Cannabis auf Rezept? Bei über 50 Krankheiten soll die Einnahme von Cannabis – auch bekannt als Hanf, Marihuana oder Haschisch – helfen. Seit gut einem Jahr können bei uns Ärzte die Droge ganz legal verschreiben. Allerdings müssen dafür medizinische Gründe vorliegen.

Verordnung von Cannabis auf Rezept

Schwerkranke, die z. B. Krebs haben, unter Multipler Sklerose, Alzheimer oder chronischen Schmerzen leiden, können Cannabis auf Rezept bekommen. Die Wirkstoffe THC ( Tetrahydrocannabinol) oder CBD (Cannabidiol, rezeptfrei in der Apotheke) docken im zentralen Nervensystem an und beeinflussen Schmerzempfinden, Wahrnehmung und Konzentration und wirken zudem krampf- und angstlösend. Stark dosiert ist das Medikament aber nicht frei erhältlich. Grundsätzlich darf es jeder Arzt bei Bedarf verordnen. Vorher muss er aber einen Antrag beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse des Patienten stellen. Nach Bewilligung kann das Betäubungsmittelrezept ausgestellt werden, das allerdings nur sieben Tage lang gültig ist.

Besteht Suchtgefahr bei Einnahme von Cannabis?

Dann übernehmen die Krankenkassen die Kosten für rezeptpflichtige Arzneien in Höhe von 540 Euro pro Monat. Keine Sorge: Abhängig wird man durch die Einnahme nicht. Von einer Teilnahme am Straßenverkehr wird sicherheitshalber jedoch abgeraten. Und: Wer unter Depressionen oder schweren Persönlichkeitsstörungen leidet, Bluthochdruck hat oder schwanger ist, für den ist Cannabis nicht geeignet.

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