Myomembolisation: Effektive Behandlung bei Gebärmutterwucherungen

Jede zweite Frau leidet unter Myomen

Myome sind weitverbreitet. Etwa jede zweite Frau über 30 hat solche Wucherungen in der Gebärmutter. Obwohl sie nur in seltenen Fällen bösartig sind, machen sich dennoch viele Frauen Sorgen. Eine Myomembolisation soll helfen.  

Wie groß die Angst vor den Wucherungen ist, zeigt die erste große Studie, die den Einfluss von Myomen auf die Psyche untersuchte. Durchgeführt hat sie die Berliner Charité zusammen mit dem Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin. Befragt wurden 730 Patientinnen. 

Die Angst ist oft unbegründet

Das Ergebnis: Viele befürchten, dass die Myome sehr groß werden. Oder dass die Gebärmutter deswegen entfernt werden muss. Dabei sind die Ängste oft unbegründet. Myome sind meist behandelbar.

Myom Behandlung und Therapien

Heutzutage gibt es viele verschiedene Therapien. Welche infrage kommt, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Wucherung ist – oder ob eine Frau noch Kinder haben möchte. 

Die Blutversorgung muss gekappt werden 

Bei der Myomembolisation werden kleinste Kunststoff-Partikel in jene Gefäße gespritzt, die das Myom mit Blut versorgen. Die Wucherung wird quasi „ausgehungert“. Zu den neueren Verfahren gehört die fokussierte Ultraschalltherapie. Hochfrequente Schallwellen erhitzen das Myomgewebe, bringen es zum Schrumpfen. Erste gesetzliche Kassen zahlen beziehungsweise übernehmen die Kosten nach Einzelfall-Entscheidung.

Eine medikamentöse Behandlung ist ebenfalls möglich, so zum Beispiel mit dem Wirkstoff Ulipristal acetat. Das Ziel: das Hormon Progesteron blockieren, sodass sich das Myom wieder verkleinert.