Wie entsteht eine Gürtelrose?

Nach den Windpocken kommt die Gürtelrose

Sie ist die Zweiterkrankung nach Windpocken und kann noch Jahre danach auftreten. Doch was genau ist Gürtelrose eigentlich und wie ist die Krankheit behandelbar?

Der wissenschaftliche Name für die Krankheit lautet Herpes zoster. Sie ist die Spätfolge einer Infektion mit dem Windpocken-Virus, dem so genannten Varicella-zoster-Virus, auch Varizellen genannt. Varizellen gehören zu den Herpesviren. Fakt ist: Ohne Windpocken-Erkrankung kann man auch keine Gürtelrose bekommen. Denn nach der Erkrankung bleiben einige Viren zurück und lauern in den Nervenknoten nahe der Wirbelsäule. nach Jahren werden sie plötzlich aktiv.

Ein geschwächtes Immunsystem steigert das Erkrankungs-Risiko

Jedes Jahr trifft diese Erkrankung rund 400.000 Deutsche. Ein Drittel der Betroffenen ist unter 50 Jahre alt. Die genaue Ursache kennt man nicht – oft wird Stress vermutet, das lässt sich wissenschaftlich aber nicht beweisen. Belegt ist, dass ein geschwächtes Immunsystem die Gürtelrose ausbrechen lassen kann. Auch chronische Leiden wie Diabetes, Asthma oder Rheuma erhöhen das Risiko.

Anti-Herpes-Medikamente helfen schnell – je eher, desto besser

Die ersten Symptome sind Rückenschmerzen und Abgeschlagenheit. Nach ein paar Tagen dann entstehen auf der Haut äußerst schmerzhafte Knötchen und  Bläschen, die Flüssigkeit enthalten können. Der Ausschlag entsteht oft nur in einer Körperregion und breitet sich dann gürtelförmig aus – daher der Name. Medikamente gegen Herpes helfen schnell. Seit 2013 gibt es eine Impfung.