Wie gefährlich ist eine Pneumokokken-Infektion?

Die Bakterien sind hochansteckend und können tödlich sein

Aggressiv und bedrohlich: Weltweit sterben pro Jahr etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen einer Pneumokokken-Infektion, bei uns verursachen die Bakterien rund 8.000 Todesfälle pro Jahr. Die Hälfte davon ereignet sich innerhalb unglaublich kurzen 48 Stunden. 

Man steckt sich über Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen an. Viele Menschen tragen den Erreger allerdings bereits im Hals-Nasen-Rachen-Raum in sich – aber sie werden nicht krank. Die Erreger schlummern sozusagen und warten auf ihre Gelegenheit zu einer Pneumokokken-Infektion zu werden. 

Wie bekommt man eine Pneumokokken-Infektion?

Und die kommt, wenn das Immunsystem, zum Beispiel durch eine Erkältung, geschwächt ist. Dann haben die Bakterien leichtes Spiel: Entzündungen der Lunge, des Herzmuskels, der Hirnhaut oder eine Blutvergiftung können die Folge sein.

Symptome und Therapie 

Gliederschmerzen wie bei einer Grippe, Stiche in der Brust und Atemnot sind die diffusen Symptome einer Pneumokokken-Infektion. Betroffene müssen möglichst früh behandelt werden, denn das Sterberisiko erhöht sich rasch. Diagnostiziert werden die Bakterien durch einen Abstrich im Mund, behandelt wird mit Antibiotika. Es gibt eine Impfung gegen Pneumokokken, die für Säuglinge und Ältere empfohlen wird.