Home sweet home: Warum zu Hause das Glück wohnt

Darum fühlen wir uns zu Hause am wohlsten

20. November 2017

Nur wer sich geborgen fühlt, kann auftanken, um neue Herausforderungen zu meistern. Unser wichtigster Rückzugsort: die eigenen vier Wände.

Der Ort, wo Liebe wohnt. Wo Erinnerungen geboren werden und wo Freunde immer willkommen sind. Der Ort, wo jederzeit ein Lächeln auf uns wartet: unser Zuhause. Es erdet und es tröstet uns, schenkt uns Ruhe und Sicherheit. Wir spüren hier: ein Gefühl von Angekommensein.

Die Wurzeln, die uns Halt geben

„Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen“, schrieb Johann Wolfgang von Goethe. „Wurzeln und Flügel.“ Ein fröhliches, liebevolles Zuhause ist wichtiger Teil dieser Wurzeln. Denn es gibt uns Halt, ist ein Stück Heimat, das wir immer in unserem Herzen tragen und zu dem wir immer wieder gerne zurückkehren. Wir verbinden damit wundervolle Momente. Die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum fallen zu lassen. Die Gewissheit, von Liebe umgeben zu sein. Das macht uns unglaublich stark. Und mutig genug, unsere Flügel auszubreiten, um neue Horizonte zu entdecken. 

Die Wärme, die ein Heim uns spendet 

Wir sind gerne draußen. Auch jetzt, wenn es schnell dunkel wird, die Tage kühler werden. Die Natur ist ein Geschenk. Doch wenn sie einmal allzu stark wütet, freuen wir uns, dass wir auch jederzeit hineingehen und die Tür hinter uns schließen können. Drinnen haben wir es warm, haben einen geschützten Raum, können entspannen, loslassen und einfach genießen. Wir können Kerzen anzünden und uns von ihrem Licht verzaubern  lassen. Oder ein Feuer im Kamin entfachen, sodass es herrlich knistert. Wir können unser Badezimmer in einen Wellness-Bereich verwandeln und dort in der Wanne im wahrsten Sinne des Wortes abtauchen, wenn wir eine Auszeit brauchen. Zu viel Stress? Nicht hier, nicht jetzt. 

Die Geselligkeit, die es ermöglicht

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich 67 Prozent der Deutschen dort zu Hause fühlen, wo sie sich mit Menschen umgeben, die ihnen am liebsten sind. Ob wir selber Gastgeber oder Gast sind: Gemeinsam zu essen, zu feiern, zu lachen, schafft die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen und zu vertiefen, sich eng verbunden mit anderen zu fühlen. Besonders gut funktioniert das beim gemeinsamen Spielen: Hier kommen Ehrgeiz und Teamwork, Freude und Wettstreit, Kreativität und Regeln in perfekter Mischung zusammen. Es fordert und fördert uns, und gerade bei Strategie-Spielen können wir die Welt ein Stück weit neu und besser gestalten, was uns Kraft und Zuversicht schenkt. Wir wachsen, gestalten und betreten neue Pfade, die wir sonst wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen hätten.

Die Individualität, die wir hier feiern

In unserem Zuhause sind wir ganz bei uns, ganz wir selbst. Wir können es so einrichten und gestalten, wie wir es möchten und wie wir uns darin am wohlsten fühlen. Es kann uns inspirieren oder beruhigen, kuschelige Versteck-Ecken oder lichtdurchflutete Räume bieten. In einem Zuhause mit schönen Dingen leben wir auf, und die Schönheit sorgt dafür, dass wir unser Eigentum gut behandeln und achtsam damit umgehen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie klein oder groß unsere Wohnung ist, oder wie viel Geld wir in Möbel und Dekoration stecken. Viel wichtiger ist, dass wir ein Heim schaffen, dass zu unserem Charakter passt. Eins, dass uns keine Mühe, sondern Freude bereitet. Ein Beispiel aus der Literatur: J. R. R. Tolkien beschrieb die Häuser seiner Hobbits als sichere Häfen mit runden Fenstern und weichen Sesseln. Manchmal braucht es eben gar nicht mehr für das große Glück.

Die Gefühle, die es in uns auslöst

Durch den Flur gehen wir zwar nur durch. Doch es ist der erste Ort, der uns begrüßt, wenn wir nach Hause kommen. Was würden wir in diesem Moment am liebsten sehen? Ein Bild unseres Lieblingskünstlers? Eine bestimmte Farbe? Unsere Hausschuhe, die nur darauf warten, dass wir hineinschlüpfen? Je nachdem, wie wir den Flur gestalten, können wir Wohlfühl-Momente quasi programmieren. Das Gleiche gilt natürlich auch für die anderen Räume. Beispiel Küche: Wenn wir gerne backen, sollte sie genau dazu einladen – indem wir die nötigen Geräte und Rezepte griffbereit haben. Herzstück ist für viele von uns, na klar, das Wohnzimmer. Was haben wir darin in unserem Elternhaus besonders geliebt? Das Riesensofa? Eine bestimmte Tapete an der Wand? Indem wir einzelne Elemente davon auf unser Heim übertragen, werden bei jedem Betrachten sofort schöne Erinnerungen geweckt. Nicht zu vergessen der intimste Raum: unser Schlafzimmer. Hierhin ziehen wir uns zurück, hier erholen wir uns. Durch sanfte, beruhigende Farben schaffen wir Behaglichkeit. Und wissen, dass wir in dieser Umgebung auch nach einem anstrengenden Tag mit neuer Energie aufwachen.

Die Muße, die wir hier ausleben

Verbindlichkeit, Beständigkeit – in unserer schnelllebigen Welt sehnen wir uns umso mehr danach. Und finden beides in unserem Zuhause. Hier können wir auch mal alles andere ausblenden, müssen uns von nichts und niemandem treiben lassen und können uns mit Muße einer ganz wichtigen Person widmen: uns selbst. Wir können in uns hineinhorchen, Gewohnheiten überdenken und Weichen neu stellen. Etwa, indem wir uns folgende Fragen stellen: Über was habe ich mich heute gefreut? Was möchte ich gerne noch lernen? Was lenkt mich von meinem Ziel ab? Wie nehme ich mich selber wahr? In der Rückschau nach vorn blicken: Das klappt am besten in einer entspannten Atmosphäre, in der wir uns geborgen fühlen.

Die Dankbarkeit, die wir teilen

Ein schönes persisches Sprichwort lautet: „Vier eigene Wände machen einen Menschen frei.“ Und so ist es auch, denn wir alle wünschen uns Sicherheit und Stabilität. Erst wenn wir uns behütet wissen, können wir uns frei entfalten. Eine Möglichkeit, die nicht alle Menschen haben, ein Geschenk, das wir umso mehr wertschätzen sollten. Wenn wir uns immer wieder bewusst machen, wie erfüllend es ist, ein Heim, ein Obdach, einen Schutzraum zu haben, dann empfinden wir tiefe Dankbarkeit, Tag für Tag. Diese Dankbarkeit können wir teilen, mit unseren Liebsten, mit Freunden … Genießen wir gemeinsam Momente der Geborgenheit.