Lass den Profi ran!

Der Selbstmachtrend ist nicht immer die beste Idee

Do-it-yourself macht Spaß, lehrt neue Dinge und ist in vielerlei Hinsicht eine gute Option, um kreativ zu sein und gleichzeitig Geld zu sparen. Allerdings ist der Selbstmachtrend nicht immer die beste Idee. Ab und an braucht es auch einen versierten Profi. Einige Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wann es Sinn macht, auf einen Profi zu setzen ...

Tipp 1: Die Fahrzeugaufbereitung

Klar ist: Wer sein Fahrzeug gebraucht verkaufen möchte, der sollte es möglichst ansehnlich und makellos darstellen. Die Fahrt durch die Waschanlage ist Pflicht, das Ausräumen des Fahrzeugs sollte mit der Reinigung des Innenraums einhergehen. Zwischen einer Reinigung in Eigenregie und der professionellen Fahrzeugaufbereitung des Gefährts liegt jedoch jede Menge – und zwar Zeit, Reinigungsleistung und auch Geld. Bei einer professionellen Fahrzeugaufbereitung wird das Fahrzeug außen und innen gereinigt. Bei einer akribisch genauen Autowäsche wird das Fahrzeug vom Dach bis zu den Felgen von Schmutz befreit. Autoshampoo und Politur kommen dann zum Einsatz, eine Nanoversiegelung sorgt für langfristigen Glanz. Bei der Innenraumreinigung kommen Wasser und Waschpulver direkt in die Polster der Sitze. So wird das Fahrzeug tiefenrein. Rechnet sich das? Durchaus! Das Fahrzeug erstrahlt buchstäblich in neuem Glanz, das imponiert vor allem Privatpersonen, die ein Fahrzeug gebraucht erwerben möchten. Riecht das Fahrzeug auch im Inneren wie frisch gewaschen, sind die Verhandlungsansätze für Schnäppchenjäger rar.

Tipp 2: Die Teppichreinigung

Jeder Mensch, der zuhause tagtäglich über einen Teppich flaniert, hatte gute Gründe sich für die weiche und flauschige Variante des Fußbodens zu entscheiden und nimmt damit auch den höheren Reinigungsaufwand in Kauf. Deutlich intensiver muss die Reinigung des Teppichs im Vergleich zu einem glatten Boden, wie etwa Fliesen oder Laminat, ausfallen. Wann eine professionelle Teppichreinigung kein Luxus mehr ist, verraten die Nutzung und der Teppich in weiten Teilen selbst, denn es gibt einige Indizien, die förmlich nach einer professionellen Teppichreinigung schreien. Wird der Teppich häufig mit Straßenschuhen betreten, ist eine professionelle Teppichreinigung ein sicherer Weg, um tiefsitzende Verschmutzungen (auch Bakterien) loszuwerden. Gerüche oder Verschmutzungen, die erst bei einem direkten Blick auf den Flor deutlich werden, sind weitere Indizien, die für eine professionelle Teppichreinigung sprechen. Toben regelmäßig Haustiere über den Boden, nutzen Kleinkinder den Teppich als Spielunterlage oder leidet ein Mitglied des Hausstandes an einer Allergie, sind das weitere Gründe, die für eine professionelle Teppichreinigung sprechen.

Tipp 3: Das Home-Staging

Home-Staging ist der moderne Ausdruck für eine professionelle Immobilienaufbereitung. Gepimpt wird die Immobilie im Innenraum und mit dem klaren Ziel vor Augen, die Immobilie im schönsten Licht darzustellen, um sie möglichst gewinnbringend verkaufen zu können. Das steigert den Marktwert der Immobilie und verhindert, dass Interessierte massiv am Preis verhandeln, denn die Immobilie wird nach dem Home-Staging so aussehen, als würde sie sich um eine Auszeichnung zum Lieblingsort bewerben. Home-Staging ist in Eigenregie möglich. Allerdings könnte das auch eine emotionale Herausforderung werden, denn beim Home-Staging wird die Immobilie auch ein Stück weit verfremdet, um beispielsweise den modernsten Ansprüchen zu entsprechen. Typische Maßnahmen beim Home-Staging sind das Ausräumen, Entrümpeln, Reinigen, Reparieren und Renovieren der Immobilie. Wenn die Immobilie quasi von den Spuren des Noch-Besitzers befreit wurde, kann neu gestaltet werden: streichen, möblieren und illuminieren steht nun im ersten Schritt auf dem Plan. Anschließend geht es darum, der Immobilie Flair zu verleihen – mit punktuell eingesetzten Accessoires, die die Immobilie wohnlich, aber nicht zu persönlich gestalten. Das heißt in der Praxis: Decken und Kissen gehören natürlich ins Wohnzimmer, Bilderrahmen nicht.

Tipp 4: Die Typveränderung

Wer sich dazu durchgerungen hat, sich selbst einer Optik-Kur zu unterziehen, der braucht dafür in den meisten Fällen Hilfe. Der Grund: Die Entscheidung dafür, seinen Typ zu verändern, ist nur der Anfang. Spätestens aber, wenn es darum geht, die lange Haarpracht auf eine Kurzhaarfrisur zu stutzen, ein alltagstaugliches Make-up aufzulegen und die ausgewaschenen Jeans gegen Stoffhosen oder gar einen Rock zu tauschen, dann verfügt ein Styling-Profi über das nötige Know-how und Durchsetzungsvermögen, um diese Typveränderung auch begründen und durchführen zu können. Bei diesen Umstylings zeigt sich, wie ein neuer Haarschnitt und eine Portion neuer Kleidungsstücke bereits optisch eine große Typveränderung bedingen können. Die Intention darf und soll natürlich jeder selbst vorgeben. In den meisten Fällen wird aus dem funktionalen Understatement-Look aus Jeans und T-Shirt der Wow-Look. Allerdings lehren professionelle Typberater auch Menschen, die sich fast ausschließlich im Business-Look kleiden, wie ansprechend ein pfiffiger Freizeitlook sein kann.

Tipp 5: Die Nachhilfe

Ihr Wissen will Eltern wirklich niemand in Abrede stellen, aber spätestens dann, wenn der Tag des Schulanfangs schon einige Jahre zurück liegt und das Kind die Grundschule verlassen hat und auf die weiterführende Schule gewechselt ist, sollte bei Nachhilfebedarf ein externer Nachhilfelehrer in Betracht gezogen werden. Ob ein externer Pauker notwendig ist, entscheiden die Eltern im Idealfall gemeinsam mit ihren Kindern. Allerdings birgt ein wöchentlich eintreffender Nachhilfelehrer auch den Vorteil, als externer Dienstleister zu agieren, der ein anderes Ansehen hat als Mama und Papa, die ohnehin in der Pubertät mit vielen Verboten und Geboten winken. Ob ältere Schüler, Lehramtsstudenten oder gar ein Nachhilfestudio die beste Option sind, um Lerndefizite zu schließen, hängt häufig von den Personen selbst ab. Achtung: Zu freundschaftlich sollte der Umgang mit dem Nachhilfelehrer nicht sein, denn er muss streng durchgreifen, auf Fehler hinweisen und Zusatzaufgaben verteilen, die meist wenig populär sind. 

Datum: 01.07.2020