Blaue Hortensien: Warum werden sie plötzlich rosa?

Gründe für den Farbwechsel und was man dagegen tun kann

Von Natur aus gibt es keine blauen Hortensien Mit der richtigen Erde und Dünger Hortensien blau halten Blaue und rosafarbene Hortensien blühen im Garten

Ein bisschen merkwürdig ist es ja schon: Beim Kauf im Gartencenter letztes Jahr war die Hortensie noch knallblau – doch nach dem Umpflanzen erblüht sie dieses Jahr auf einmal in Rosa. Lesen Sie, woran das liegt und was man dagegen tun kann!

Erstaunlich: Blaue Hortensien gibt's eigentlich gar nicht

Erst waren sie blau, dann rosa: Haben Sie auch schon einmal gerätselt, woran der Farbwechsel bei Hortensien liegt? Es ist ganz einfach: Von Natur aus gibt es gar keine blauen Hortensien! Für die Farbbildung ist stattdessen allein die Zusammensetzung der Erde verantwortlich.
Nur ein „saurer“ Boden mit einem pH-Wert von 4,0 bis 4,5 und das Vorkommen von Aluminium führt zu den blauen Blüten. Die Blumenerde in vielen Gärten ist aber neutral oder alkalisch – mit Teststreifen aus der Apotheke oder dem Fachhandel lässt sich das prüfen.

Wie man den Farbwechsel verhindert

Wer die blauen Blüten erhalten will, kann seine Hortensien mit speziellem Dünger aus dem Fachhandel anreichern und das Pflanzloch mit Rhododendron-Erde auffüllen: Rhododendren brauchen nämlich dieselbe Bodenbeschaffenheit wie Hortensien, um zu gedeihen. Wichtig ist, dass der Dünger wenig Phosphor und viel Kalium enthält. Verwenden Sie keinen Dünger, der den Boden alkalisch werden lässt wie bsp. Knochenmehl. Neben Dünger und Erde von Rhododendren kann man auch Produkte für Azaleen und Kamelien verwenden. 

Tipp: Organische Substanzen erhöhen ebenfalls den Säuregehalt des Bodens. Hervorrgand geeignet sind Kaffeesatz (nur abgekühlt verwenden!) und Schnittgras aber Küchenabfälle wie Obst und Gemüse.