Putzmittel: Was wirklich jeder Zuhause haben sollte

Reinigungstipps

Für jedes Problem gibt es einen Spezialreiniger – doch welche Mittel brauchen wir wirklich, um einen hygienischen Haushalt zu bekommen? Wir verraten, welche Putzmittel jeder von uns Zuhause haben sollte und geben hilfreiche Tipps zur richtigen Anwendung.

Reinigungsmittel: Diese Basics brauchen wir wirklich

Laut Verbraucherschutzzentrale reichen zur gewöhnlichen Reinigung eines privaten Haushalts gerade einmal vier grundlegende Putzmittel. Der Einsatz von allerlei antibakteriellen Reinigungsmitteln ist meist unnötig, oft teuer und gesundheits- bzw. umweltschädigend. Verallgemeinernd lässt sich sagen: Je spezieller das Produkt, desto schädlicher ist es. Viele Menschen greifen gerne beherzt zu, wenn sie vor dem Regal mit Putzmitteln stehen. Denn die Werbung will uns weismachen, dass unser Heim ohne sie nicht richtig rein wäre. Doch, was wir unbedingt bedenken sollten: Es ist unnatürlich und gesundheitsschädigend, auf klinisch reinem Raum zu leben – und überdies unmöglich. Es sollen lediglich übermäßige und schlechte Bakterien ausgemerzt werden. Dafür benötigen wir folgende Grundausstattung:

  1. Essig- oder Zitronenreiniger: Ein saures Putzmittel hilft gegen Kalkablagerungen und sogar Harnstein.
  2. Allzweck- oder Neutralreiniger: Das Basisputzmittel beseitigt Schmutz auf Fußboden und allerlei Oberflächen.
  3. Scheuermilch: Sie hilft gegen hartnäckige Verschmutzungen und Verkrustungen.
  4. Spülmittel: Die Allzweckwaffe reinigt Geschirr und hilft auch bei verschmutzten Oberflächen, Spiegeln oder Fenstern.

Natürlich können gewisse Probleme auftreten, bei denen wir mal zu einem speziellen Reiniger greifen möchten. Beachten Sie dabei nur, dass diese meistens sehr aggressive Stoffe enthalten und sie deshalb nur vorübergehend für das akute Problem zum Einsatz kommen sollten.

Dosierung von Putzmitteln

Beim Putzen gilt nicht: Viel hilft viel. Ganz im Gegenteil! So kann zu viel Schaum sogar die Reinigungskraft des Mittels herabsetzen. Halten Sie sich an die Anweisungen des Herstellers auf der Verpackung und nehmen Sie im Zweifel lieber einen Tropfen weniger.

Die besten Putztipps zur gründlichen Reinigung

  • Fast wichtiger als das Reinigungsmittel ist das Werkzeug: Benutzen Sie unbedingt für jeden Raum bzw. für jeden Bereich einen eigenen Lappen. Dieser sollte außerdem sehr regelmäßig ausgetauscht werden, da er eine Brutstätte für Keime darstellt.
  • Sparen Sie beim Putzen nicht am Wasser. Nur mit ausreichend Wasser wird der Keimtransport unterbrochen und alles richtig weggespült. Wer auf die Umwelt achten möchte, kann für gewöhnliche Verschmutzungen auf heißes Wasser verzichten.
  • Hartnäckige Kalkflecken? Lassen Sie die besagte Stelle über Nacht mit Essigessenz einwirken, anstatt lange zu schrubben oder zur Chemiekeule zu greifen. Am nächsten Morgen glänzt alles wie neu!
  • Fettspritzer lassen sich übrigens auch mit Fett lösen: Einfach etwas neutrales Öl verwenden. Danach mit einer Allzweckreiniger-Wasser-Lauge drüberwischen.
  • Gegen beißenden Essiggeruch helfen Zitronen- oder Orangenschalen in der Putzlösung. Achtung: Nicht beim Fenster- oder Spiegelreinigen anwenden, das ergibt Schlieren.

Datum: 3.4.2020

Autor: Silva Oldenburg

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