Endlich mal geklärt: 15 Alltagsfragen

Wir beantworten Fragen, die wir uns regelmäßig stellen

16. Februar 2018

Verblüffend, wie manche Dinge so funktionieren, und warum manches so ist, wie es eben ist. Oder hätten Sie die Antworten gewusst? Neugierig waren wir als Kinder schon, haben den Eltern nicht selten Löcher in den Bauch gefragt. Und bis heute sind wir wissbegierig, denn wie heißt es doch so schön: Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt … ja, ja, der Rest ist uns bekannt. Weil man trotzdem nie alles wissen kann, sind wir ein paar alltagsnahen und wichtigen Fragen auf den Grund gegangen. Die Antworten sind genauso lehrreich wie auch mal kurios.

 

1 Warum fallen schlafende Vögel nicht vom Baum?
Piepmätze verfügen über eine Art automatischen Griff, ähnlich einer Wäscheklammer. Den verdanken sie ihren Sehnen in den Beinen. Hocken sie sich hin, ziehen sich die Zehen mit den Krallen durch die straffere Spannung der Sehnen zusammen. Dieser Griff ist so fest, dass es Vögel einiges an Kraft kostet, um nach einem Nickerchen wieder in den Himmel zu starten.

2 Warum ist eine Marathonstrecke genau 42,195 Kilometer lang?
Das geht auf eine Legende zurück, nach der ein Laufbote eine Nachricht von der Stadt Marathon nach Athen überbrachte, eine Distanz von etwa 40 Kilometern. Die heutige Länge ergab sich dann 1908 in London auf Wunsch von Queen Alexandra.

3 Was verhalte ich mich bei einem Geisterfahrer?
Überholen Sie nicht mehr, sobald Sie die Meldung haben, dass auf Ihrer Strecke jemand in falscher Richtung unterwegs ist. Bleiben Sie auf der rechten Spur, damit der Falschfahrer auf der linken ausweichen kann. Drosseln Sie das Tempo, und schalten Sie Ihre Warnblinkanlage ein. So werden Sie schneller gesehen und können leichter ausweichen. Wer unsicher ist, sollte die Straße bei der nächsten Gelegenheit verlassen und abwarten, bis der Verkehrsfunk Entwarnung gibt.

4 Wo schlafen Pilot und Besatzung im Flugzeug?
Tatsächlich gibt es an Bord großer Maschinen Ruheräume, wo das Personal die Beine ausstrecken kann. Die Quartiere sind so gut „versteckt“, dass Passagiere sie nicht zu Gesicht bekommen. Die Schlafräume für Piloten liegen entweder direkt hinter dem Cockpit oder vorne über den Passagierkabinen. Dann führt eine kleine Leiter in den Schlafbereich, der meist Platz für ein bis zwei Pritschen hat. Die Schlafräume der restlichen Besatzung liegen ganz hinten im Flugzeug, in der Mitte über der Kabine oder auch unterhalb im Frachtraum – das ist je nach Maschine ganz verschieden. Hier gibt es in der Regel Doppelstockbetten, auf denen sich bis zu zehn Personen gleichzeitig ausruhen können.

5 Wie leiste ich in fünf Minuten Erste Hilfe?
Den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringen. Notruf unter 112 absetzen. Hat die Atmung ausgesetzt, eine Herzdruckmassage machen: mit dem Handballen auf den Brustkorb drücken. So ansetzen, dass die Mitte der Hand in der Mitte des Brustbeins ist. 30 Mal drücken und dann zwei Mal durch die Nase beatmen – dabei den Mund zuhalten. Blutungen nicht abbinden, sondern steril abdecken und auf die Wunde Druck ausüben.

6 Wieso ist Fliegen bloß so anstrengend?
Das liegt am Luftdruck. Der ist so niedrig, als würde man auf einem 2.500 Meter hohen Berg sitzen. Dazu sorgt die trockene Luft für Schlappheit. Auch die Beine leiden, denn das Blut zirkuliert nicht mehr richtig und staut sich. Deshalb schüttet der Körper auch durchweg Stresshormone aus, die das Immunsystem schwächen.

7 Warum sollte man Tomaten nicht kühlen?
Der Grund ist simpel: Weil die rote Köstlichkeit dann vollends ihren Geschmack einbüßt. US-Forscher haben herausgefunden, dass Tomaten, die im Kühlschrank gelagert wurden, schon nach vier Tagen 68 Prozent ihrer Aromastoffe verloren hatten. Am besten bewahrt man sie an einem schattigen Ort auf, zwischen 12 und 16 Grad.

8 Woher kommt das Magenknurren?
Tag und Nacht ziehen sich Magen und Darm ohne Unterlass zusammen und dehnen sich aus – auch wenn wir nichts gegessen haben. So wird der Verdauungstrakt gewissermaßen sauber und ordentlich gehalten. Nahrungsmittel werden dabei zersetzt und weitertransportiert. Haben wir länger nichts Festes zu uns genommen, ist der Magen nicht leer, sondern enthält noch viel Luft und Flüssigkeit. Wenn sich die Magenwände zusammenziehen, geraten diese in Schwingungen – ähnlich wie bei einem Dudelsack. Die Folge ist das typische brummelnde Geräusch.

9 Warum haben manche Leute Sommersprossen?
Woher die niedlichen Punkte überhaupt genau kommen, ist noch nicht komplett geklärt. Einige Forscher vermuten, dass es am Gen MC1R liegt, das die Melaninproduktion im Körper kontrolliert. Melanin ist der Farbstoff, der unsere Haut so herrlich bräunt. Sommersprossen sind nichts anderes als Pigmentflecken, die mehr Melanin enthalten als die übrige Haut. Die Pigmente werden übrigens durch UV-Strahlung angeregt, also wenn die Sonne darauf scheint. Deswegen sprießen die Sommersprossen auf Gesicht und Körper meist erst, wenn das Wetter sich von seiner besten Seite zeigt.

10 Wieso sind an Bord nur 100 ml erlaubt?
Diese Regelung hat mit geplanten Terroranschlägen in London im Jahr 2006 zu tun. Attentäter wollten mehrere Flugzeuge mit Flüssigsprengstoff, der in Getränkeflaschen versteckt war, in die Luft jagen. Das konnte zum Glück verhindert werden. Daraufhin wurde aber beschlossen, die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck zu beschränken. Insgesamt darf man an Bord einen Liter, verteilt auf mehrere Behältnisse von maximal 100 ml Fassungsvermögen, mit sich führen. Diese Menge haben Sicherheitsexperten festgelegt.

11 Wieso zahlt man mit Karte anders?
Mal mit PIN, mal mit Unterschrift. Wer mit EC-Karte einkauft, wundert sich vielleicht, warum der Vorgang stets unterschiedlich abschließt. Das entscheidet sich nach einem zufälligen System oder auch nach der Zahlungsfähigkeit des Kunden. Grund: Wenn man mit PIN zahlt, wird das Konto sofort belastet. Für den Händler ist das sicherer, er muss dafür aber 0,2 Prozent des Kaufpreises an die Banken abdrücken. Wer seine Unterschrift auf einen Bon setzt, erteilt dem Händler eine Einzugsermächtigung. Der Betrag wird erst später vom Konto des Kunden abgezogen.

12 Wo landen denn die Altkleider?
Die Spenden gehen zu 90 Prozent an Recyclingbetriebe, die mit den Kleidern handeln, Gewinne machen. Bei seriösen Sammlern (z. B. DRK) kommen diese dann immerhin wohltätigen Organisationen zugute. Also genau auf den Anbieter achten.

13 Wie bildet man eine Rettungsgasse?
Gedacht ist sie für Fahrzeuge mit Blaulicht, die so schnell wie möglich zum Unfallort vordringen müssen. Alle Fahrer sind verpflichtet, die Rettungsgasse frei zu machen. Auf zweispurigen Strecken wird sie in der Mitte beider Fahrstreifen gebildet, bei drei Spuren zwischen der linken und mittleren Spur. Wer auf dem linken Fahrstreifen fährt, weicht also nach links aus. Wer auf einem der übrigen Spuren unterwegs ist, fährt nach rechts.

14 Wie entstehen eigentlich Staus?
Unfälle, Baustellen und Fahrbahnverengungen sind drei Auslöser für das nervige Stop-and-go. Hauptverursacher ist aber schlicht eine Überlastung der Straße. Deswegen bilden sich im Reise- und Berufsverkehr häufig Staus. Es sind einfach zu viele Autos mit zu hohen Geschwindigkeitsunterschieden, und dementsprechend zu dichtem Auffahren, unterwegs.

15 Warum gibt es stets vier Passbilder?
Das geht noch auf die gute alte Passbildkamera der Firma Polaroid zurück. Sie kam 1970 auf den Markt und hatte vier Objektive. Dementsprechend lichtete sie gleich vier Porträts auf einem selbst entwickelnden Abzug ab. Die Technik schritt fort Richtung Digital, der Standard blieb. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.