Gut zu wissen: 6 wichtige Verbraucher-News

Diese neuen Gesetze, Gebühren, Produkttests und Internetdienste sollten Sie kennen

26. Juni 2017

Ihr Internet ist trotz versprochener Leistung viel zu langsam? Ihre männlichen Kollegen verdienen weitaus mehr als Sie? Damit müssen Sie sich nicht abfinden. Ob bei Gehaltsfragen, Kosten für verschreibungspflichige Medikamente oder Abbuchungsgebühren beim Geldabheben - welche neuen Gesetze, Dienste und Tricks Sie kennen sollten, verraten wir Ihnen in unseren sechs wichtigen Verbraucher-News. 

Das Entgelt-Gleichheitsgesetz ist da – was bedeutet das? 

Männer verdienen im Schnitt 21 Prozent mehr als wir. Jetzt wurde ein Gesetz verabschiedet, das für mehr Transparenz und Gerechtigkeit in Unternehmen sorgen soll: Dank Entgelt-Gleichheitsgesetz können angestellte Frauen bei ihrem Chef die Gehälter ihrer gleichgestellten männlichen Kollegen erfragen. Das geht aber erst ab 2018 und ab einer Unternehmensgröße von 200 Mitarbeitern. Und: Wir erfahren nicht das Gehalt einzelner Kollegen, sondern ein Durchschnittsgehalt.

Sparkassen verlangen jetzt Gebühren fürs Geldabheben

40 von 400 Sparkassen bundesweit verlangen nun von ihren eigenen Kunden Gebühren für das Geldabheben am Automaten. Je nach Kontomodell wird dafür bis zu ein Euro fällig. Verbraucherschützer sind empört und befürchten, dass andere Sparkassen und Banken bald nachziehen. Betroffene können jederzeit kündigen und die Bank wechseln. Das sollten sie auch – vor allem wenn sie sowieso schon mehr als 60 Euro im Jahr für Kontoführung, Buchungen und Girocard zahlen. Bei einem Wechsel muss das alte Geldinstitut dafür sorgen, dass Daueraufträge über das neue Konto weiterlaufen. 

Patienten müssen für immer mehr Medikamente zuzahlen 

Eine aktuelle Erhebung von Pro Generika und dem Apothekerverband ABDA belegt: Patienten müssen heute viel häufiger für verschreibungspflichtige Medikamente aus eigener Tasche zuzahlen (mindestens fünf Euro) als noch vor sechs Jahren. Seit 2011 hat sich die Zahl der Arzneimittel, die ohne Mehrkosten verschrieben wurden, nahezu halbiert.

Ein neues Online-Portal erklärt die Folgen von Müll im Meer 

Unvorstellbare 140 Millionen Tonnen Müll schwimmen in unseren Weltmeeren. Die Folgen für Mensch und Tier sind für Laien schwer greifbar. Das wollen die Meeresforscher vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven ändern. Auf ihrem neuen Datenportal http://litterbase.awi.de haben sie die Ergebnisse von mehr als 1.250 Studien zusammengetragen. 

Schnelles Internet ist oft viel langsamer als versprochen

Was viele verärgerte Nutzer schon lange ahnen, hat die Bundesnetzagentur jetzt mit einer Studie bewiesen: Gerade einmal zwölf Prozent der Festnetz- und fünf Prozent der Mobilanschlüsse leisten auch tatsächlich die versprochene Internet-Geschwindigkeit. Verbraucher können auf der Seite www.breitbandmessung.de selbst prüfen, ob ihr Anschluss die richtigen Werte liefert. Tut er das nicht, können sie beim Anbieter Nachbesserung fordern – und den Vertrag vorzeitig kündigen, wenn danach keine Besserung eintritt.