Ist Leitungswasser gesund?

H2O aus dem Hahn

Hahn aufdrehen und los geht’s: Reines Wasser ist unverzichtbar für uns. Denn es regelt unsere Herz-Kreislauf-Funktion und unsere Verdauung, ist Lösungsmittel für Salze und Mineralien, transportiert Nährstoffe und Abbauprodukte und reguliert unseren Wärmehaushalt. Kurz gesagt: Es ist unser Lebenselixier. Aber ist Leitungswasser gesund? Kann ich es bedenkenlos trinken? Wir klären auf.

Strenge Kontrollen Die örtlichen Wasserversorger filtern das Grundwasser so lange, bis Schadstoffe wie Nitrat oder Bakterien beseitigt sind. Das Bundesumweltamt lässt regelmäßig Proben von Leitungswasser untersuchen, in der letzten Studie wurden 99 Prozent davon mit „sehr gut“ bewertet. Zusätzliche Filteranlagen im Haus sind damit unnötig: Leitungswasser ist bei uns unbedenklich und somit gesund!

Rohre prüfen Vor allem in Gebäuden, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, wurden häufig Bleirohre verlegt. Diese sind gesundheitsschädlich, da das Blei ins Trinkwasser gelangen kann. Seit 2014 sind Vermieter in der Pflicht, Bleirohre in Wohnungen auszutauschen. Wenn Sie unsicher sind, haken Sie am besten nach.

Laufen lassen Experten raten dazu, zum Trinken oder Zubereiten von Lebensmitteln kein abgestandenes Wasser aus dem Hahn zu nehmen, sondern dies erst ablaufen zu lassen, bis es kühler geworden ist. Bei Verdacht auf eine Verunreinigung kann man die Wasserwerke mit einer Analyse beauftragen. Diese kostet ab 20 Euro, für Haushalte mit Schwangeren und Kleinkindern ist sie oft kostenlos.