Reha nach Schlaganfall: Keine Altersgrenze für Maßnahmen

Warum eine Therapie auch bei über 80-Jährigen sinnvoll sein kann

Nochmal großes Glück gehabt! Die Schlaganfall-Symptome wurden rechtzeitig erkannt und der Notarzt sofort alarmiert. Nun erholt sich die 60-Jährige Christa F. in der Klinik von ihrer Erkrankung. Sie weiß, wie wichtig die Reha nach einem Schlaganfall ist. Sobald sie wieder genug Kraft getankt hat, beginnt sie mit den ersten Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem Bewegungsübungen. 

Die Schlaganfall-Reha-Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie, da oft körperliche und sprachliche Beeinträchtigungen zurückbleiben. Schuld daran ist die plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Dadurch stirbt Gewebe ab und somit Nervenzellen. 

Schlaganfall-Reha: Maßnahmen auch über 80 noch einfordern

Das Ziel der Reha ist es, diese  beeinträchtigungen rückgängig zu machen – soweit es geht. In der Regel erhalten aber nur unter 80-Jährige ein intensives Training. Das liegt daran, dass Mediziner bislang davon ausgingen, dass dieses bei Älteren nicht mehr viel bringt. 

Doch nun gibt es eine Studie, die das genaue Gegenteil verrät! So fanden Experten der St. Mauritius-Therapieklinik Meerbusch und der Uni Düssel dorf heraus, dass eine intensive Reha nach einem Schlaganfall auch noch bei über 80-Jährigen sehr wirkungs voll sein kann. Das mindert wiederum das Risiko, nach dem Schlaganfall stark pflegebedürftig zu bleiben.