Brennen beim Wasserlassen: Was steckt dahinter?

Reizblase oder eine Entzündung der Blasenwand?

Brennen beim Wasserlassen? Das könnte an einer Honeymoon-Zystitis liegen. Klingt harmlos, ist es aber nicht: Denn die „Flitterwochen-Krankheit“ kann einem den letzten Nerv rauben. Wir erklären, was dahinter steckt und was hilft. 

Dahinter steckt eine Blasenentzündung (Zystitis), die man sich beim Sex zuzieht. Bei einer Blasentzündung gelangen Bakterien über die Harnröhre in die Blase und reizen die Schleimhaut. Dann brennt es höllisch beim Wasserlassen und man verspürt häufigen Harndrang. Hier hilft es oft schon, zwei Liter täglich zu trinken, u. a. Blasen- und Nierentee, um die Keime auszuspülen.

Starker Schmerz 

Kommen noch nächtliches Wasserlassen und starke Schmerzen hinzu, kann es sich um eine interstitielle Cystistis (IC) handeln, eine Entzündung der Harnblasenwand, die vor allem Frauen trifft. Sie wird nicht durch Bakterien ausgelöst; die genaue Ursache ist aber noch nicht geklärt. Das Problem: Sie verschwindet nicht, auch nicht mit Antibiotika. Eine Blasenspiegelung zeigt ob jemand unter einer IC leidet.

Infektion 

Auch bei einer Scheidenentzündung ist das Wasserlassen äußerst schmerzhaft. Es „brennt“ dann aber vor allem in der Scheide.

Reizblase 

Hierfür typisch ist vor allem der quälende Harndrang oder unwillkürlicher Urin-Abgang; brennende Schmerzen wie bei einer Entzündung gehören eher nicht dazu. Manche Patienten klagen allerdings über einen schmerzhaften Dauerreiz. Helfen können hier oft schon eine Verhaltenstherapie und Beckenbodenübungen.

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