Wie schädlich ist Ozon für die Gesundheit?

Was das Gas mit unserem Körper macht

25. Juli 2017

Es ist ein farbloses, giftiges und chemisch sehr reaktives Gas. Ozon nutzt und schadet gleichzeitig: In der Stratosphäre, zehn Kilometer vom Erdboden entfernt, umgibt eine natürliche Schicht die Erde und schützt uns vor übermäßiger UV-Strahlung. Am Boden entsteht es aus Sonnenlicht, Sauerstoff und Schadstoffen, die von Autoabgasen und der Industrie stammen. 

Auf dem Land ist die Konzentration höher 

Von Mai bis September treten die höchsten Ozonwerte auf. Das Gas bildet sich, wenn es mehrere Tage sonnig und heiß ist. Morgens sind die Werte am niedrigsten, zwischen 14 und 17 Uhr am höchsten, auf dem Land stärker als in der Stadt. Der Grund: Die Abgase werden vom Wind aus der Stadt in die grünen Randgebiete fortgetrieben – bis daraus Ozon entsteht, dauert es eine Weile. Nachts wird das schädliche Gas dann wieder abgebaut.

Auch Tiere und Pflanzen leiden darunter

Ozon wirkt direkt dort, wo es auftrifft: Es reizt Schleimhäute, Augen und das Lungengewebe. Durch seine geringe Wasserlöslichkeit dringt es bis in die feinsten Lungenbläschen vor. Es gibt Hinweise darauf, dass sich das Risiko für Lungenkrebs erhöht und das Herz-Kreislauf-System negativ beeinflusst wird. Aber nicht nur wir Menschen leiden unter diesem so genannten Sommersmog – auch Pflanzen und Tiere sind davon betroffen. Das kann sogar zu Ernteverlusten führen und ganze Ökosysteme verändern.

Im Sommer nicht zu viel Sport machen 

Experten empfehlen, Sport im Sommer entweder morgens oder am Abend zu machen und sich wenig im Freien aufzuhalten. Die gute Nachricht: Durch die verbesserten Filter sinkt die Schadstoffkonzentration, es entsteht weniger Ozon.