Starke Regelblutungen? Ursachen, Folgen und bewährte Hilfen

So können Sie den lästigen Regelbeschwerden entgegenwirken

14. März 2016

Sie plagen sich jeden Monat mit starken Regelblutungen? Rund 50 Milliliter Blut verliert eine Frau durchschnittlich während der Monatsblutung. Das entspricht der Menge von zwei Espressotassen. Doch bei jeder vierten Frau sind es über 80 Milliliter. Ärzte sprechen dann von einer Hypermenorrhoe. Betroffene fühlen sich oft müde und schlapp, trauen sich kaum noch aus dem Haus, weil sie ständig Binden oder Tampons wechseln müssen. 

Die häufigsten Ursachen für starke Regelblutungen

Bei Frauen zwischen 35 und 50 verändert sich der Hormonhaushalt. Der Körper produziert weniger Progesteron, die Gebärmutterschleimhaut wird daher nicht mehr richtig aufgebaut. 

Bei älteren Patientinnen können Wucherungen in der Schleimhaut oder im Muskelgewebe schuld sein. Starke Blutungen, verbunden mit Schmerzen, sind ein Alarmsignal für eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut.

Die Folgen für den Körper

Auf Dauer kann es durch den Blutverlust zu einem Eisenmangel kommen. Schwindel, Blässe, kalte Füße und Herzrasen sowie Angeschlagenheit sind Alarmsignale. 

Bewährte Hilfen für Betroffene

Wenn keine organischen Ursachen vorliegen und noch ein Kinderwunsch (später) besteht, helfen Ovulationshemmer, die den Eisprung verhindern und den Hormonhaushalt wieder in Balance bringen. Viele Frauen profitieren auch von einer Hormonspirale.  

Wer alternative Therapien bevorzugt, sollte Hirtentäscheltee trinken. Er hilft bei starkem Blutverlust. Kamille und Schafgarbe eignen sich zur Linderung von Krämpfen. Bei Dysmenorrhoe hilft nachweislich Akupunktur. Manche Kassen zahlen. 

Wenn der Arzt gutartige Wucherungen wie Myome oder Polypen entdeckt hat, können diese im Rahmen eines ambulanten Eingriffs unter Narkose entfernt werden. Bei plötzlich sehr starkem Blutverlust ist es ratsam, den Frauenarzt aufzusuchen. In besonders schweren Fällen und bei starken Schmerzen sollte man sich nicht scheuen, den Notarzt zu rufen und sich ins Krankenhaus bringen zu lassen.

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