Das 1x1 der Putzhelfer: Alles, was der Haushalt braucht

Lappen, Wischer, Putzzeug - Wir verraten, welche Putzhelfer Sie wirklich brauchen

15. März 2016

Unglaublich, wie viele Putzhelfer, aka. „Saubermacher“, es gibt. Jeder von ihnen erleichtert auf seine Weise die Hausarbeit. Dennoch genügt es im Grunde, wenn sie zwei oder drei in Ihrem Haushalt haben. Wir verraten Ihnen, welche kleinen Helferlein sich wofür besonders gut eignen, wie Sie sie idealerweise einsetzen und geben Ihnen wertvolle Tipps fürs Putzen.

Putzhelfer Nr. 1: Mikrofaser-Tücher

Weil sie aus extrem feinen Fasern bestehen, können Tücher aus Mikrofaser besonders viel Schmutz binden. Leicht angefeuchtet, ohne Putzmittel, bringen sie die volle Leistung. Sie sind allerdings bereits nach kurzem Gebrauch reif für die Waschmaschine. Keinen Weichspüler benutzen. Nicht auf Acryl, Hochglanz, geölten oder gewachsten Oberflächen anwenden.

Kehrbesen: der Klassiker

Die Borsten können aus Tierhaaren, Pflanzenfasern oder Kunststoff bestehen. Es empfiehlt sich, sie in einer Seifenlauge auszuwaschen, dann in lauwarmem klarem Wasser auszuspülen und zum Trocknen aufzuhängen, um damit längerfristig richtig putzen zu können. Bei neuen Besen – außer solchen aus Kunststoff – wird oft eine Vorbehandlung empfohlen, um die Borsten haltbarer zu machen. In eine Mischung aus einem Esslöffel Salz und einem Liter lauwarmes Wasser tauchen.

Vliestücher: Trendsetter der Putzhelfer

Viskosetücher sind die momentanen Trendsetter bei Putztüchern. Sie bestehen aus kratzfreien, extrem saugfähigen und nicht fusselnden Fasern. Ob trocken, feucht oder nass, für feinen oder groben Schmutz, mit und ohne Reinigungsmittel – sie sind extrem vielseitig einsetzbar – selbst auf ganz empfindlichen Flächen. Der Schmutz ist leicht im Wischwasser auswaschbar.

Klassiker der Putzhelfer: Staubtücher

Die Klassiker, die uns schon seit Jahrzehnten die Hausarbeit erleichtern, bestehen aus aufgerauter weicher Baumwolle, sind preiswert (ca. 1 Euro) und problemlos waschbar. Die große Oberfläche kann viel Staub binden. Achtung: Manche Tücher sind, wenn man sie kauft, mit Öl imprägniert, damit weniger Staub aufgewirbelt wird. Auf Glas oder Kunststoff können diese Öle aber Rückstände hinterlassen. Also besser vor dem Benutzen waschen und nur im trockenen Zustand verwenden.

Wischmopp

Vor dem Wischen unbedingt kehren oder saugen, weil ein Mopp nicht viel Grobschmutz aufnehmen kann. Beim Wischen rückwärts gehen und in Schlangenlinien arbeiten. Die meisten Mopps bestehen aus Mikrofaser und besonders Fliesen, Natursteine und alle versiegelten Fußböden kann man damit richtig putzen. Man kann sie feucht oder trocken anwenden. Die abnehmbaren Bezüge regelmäßig in der Maschine waschen – sich bitte an die Herstellerangaben halten.

Putzhelfer: Einmal-Staubtücher

Weil sie weniger Staub aufwirbeln, sind sie viel leistungsfähiger als herkömmliche Staubtücher. Die Staubanziehung erfolgt durch elektrostatische Anziehung beim trockenen Abreiben der Flächen. Vorteil: Man kann schnell mal zwischendurch abstauben, ohne dass man alles von den Regalen wegräumen muss. Nachteil: Die Tücher sind klein, recht teuer und verursachen eine Menge Müll. Ihre Ökobilanz lässt zu wünschen übrig.  

Allzweck-Putzhelfer: Padschwämme

Das sind Kunststoff- oder Viskoseschwämme mit aufgeklebten Pads, die es in unterschiedlichen Härtegraden gibt. Immer nass machen, dann reinigen sie schonender. Nach jedem Gebrauch ausspülen und luftig lagern. In einem Wäschenetz bei 60 Grad waschen – nicht in die Spülmaschine und auch nicht zur Desinfektion in die Mikrowelle geben. 

Der kleine Putzhelfer für zwischendurch: Schmutzradierer

Er kann nur aufliegenden Schmutz entfernen und wirkt ähnlich wie ein Scheuermittel. Strichen von Buntstiften, Kugelschreibern, aber auch Kaugummiresten oder Kleberückständen geht er locker an den Kragen. Aber nur auf harten Flächen anwenden, nicht auf glänzenden, bemalten oder polierten. Immer mit einem kleinen Stück arbeiten, dieses vorher anfeuchten und mit leichtem Druck radieren. Kein Reinigungsmittel verwenden.

Oldschool-Putzhelfer: Baumwoll-Lappen

Schrubber und klassisches Putztuch – das hat in den meisten Haushalten ausgedient. Schade eigentlich, denn mit dem Tuch kann man wunderbar richtig putzen. Grober Schmutz wird sogar ohne vorheriges Saugen perfekt gelöst.

Putzhelfer: Bürsten 

(Natur oder Kunst)

Nur mit so viel Druck über die Fläche bürsten, dass die Borstenspitze senkrecht über die Fläche geführt wird. Bei gespreizten Borsten fällt der gebundene Schmutz wieder heraus. Borsten werden schonender in der Wirkung, wenn man sie anfeuchtet, weil das Wasser wie ein Puffer wirkt. Aus hygienischen Gründen sollte die Bürste rasch wieder trocknen können.

Putzhelfer: Fensterleder

Es eignet sich nicht nur zum Fensterputzen, sondern auch für Hochglanzmöbel und empfindliche Flächen. Das Material ist meist Schafsleder und sollte vor dem ersten Gebrauch gründlich in warmem Wasser ausgewaschen werden. Zum Reinigen ebenfalls nur kaltes oder warmes Wasser verwenden, kein heißes. Ist das Leder hart geworden, wird es im Wasser wieder angenehm geschmeidig.