Kokos-Öl: Wie gesund ist es wirklich?

Plötzlich gerät das Superfood ins Zwielicht

15. August 2017

Kokos-Öl gilt als supergesund, soll ein Allround-Talent sein, unter anderem Bauchfett reduzieren und das Diabetes- Risiko mindern. Außerdem ist es gut für Haut und Haare. Dazu wird es als Hilfe bei Halsschmerzen und Herpes sowie als Schutz vor Karies und Herz- und Kreislaufleiden gepriesen. 

Jetzt sagen US-Wissenschaftler: alles Blödsinn. Die Studie wurde von der renommierten „American Heart Association“ veröffentlicht. Danach ist Kokos-Öl so gesund bzw. ungesund wie Butter. Der Grund: die vielen gesättigten Fettsäuren. Kokos-Öl enthält 82 Prozent.

Kokos-Öl plötzlich umstritten

Schweineschmalz hingegen hat nur 39 Prozent gesättigte Fettsäuren, Rindertalg 50 Prozent, Butter hat einen Anteil von 63 Prozent. Die Forscher empfehlen, gesättigte Fettsäuren zu reduzieren, denn sie stehen im Verdacht, den Cholesterinspiegel zu erhöhen und ausgerechnet Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verursachen. Die Empfehlung: mehr ungesättigte Fettsäuren aus Nüssen, Hülsenfrüchten oder Avocados zu sich zu nehmen. 

Der Hype umd Kokos-Öl

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht Kokos-Öl eher kritisch: Der Hype um seine gesundheitlichen Wunderwirkungen ist wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen. Tatsächlich aber enthält Kokos-Öl Laurinsäure. Und die erhöht die Konzentration des gefäßschützenden „guten“ HDL-Cholesterins im Blut und beugt so doch Herz-Kreislauf-Krankheiten vor.

Kokos-Öl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Der Geschmack ist je nach Sorte verschieden. Manche Öle schmecken süßlich-mild mit einem Hauch Kokos – sie passen besonders gut für Kuchen und Desserts. Reisgerichten oder Bratnudeln verleihen sie eine asiatische Note. Andere Kokos-Öle schmecken schlicht nach gar nichts. 

Unser Tipp: Sie müssen nicht auf das exotische Öl verzichten – aber Sie sollten es nicht ausschließlich verwenden.