Kompressionsstrümpfe: Wann sollte man welche tragen?

Warum Stützstrümpfe so sinnvoll sind

Stützstrümpfe oder Kompressionsstrümpfe sind sicher nicht die schönsten Kleidungsstücke. Aber es gibt gute Gründe, welche zu tragen. 
 

Wie das Wort "Kompression" schon verrät, üben die medizinischen Strümpfe Druck aus. Damit sollen die Venen das Blut besser in Richtung Herz transportieren können. Kompressionsstrümpfe werden also Personen verordnet, die an einer Venenschwäche (Veneninsuffizienz) leiden. Im Laufe der Zeit bilden sich Besenreiser oder die geschwächten Venen treten optisch als bläulich geschlängelte Krampfadern hervor. Bei einer chronisch venösen Insuffizienz ist das Krankheitsbild erschwert, es kommen unter anderen schwere, schmerzhafte Beine hinzu. Offene Beine oder auch Thrombosen können ebenfalls durch ein Venenleiden hervorgerufen werden. 

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Stützstrümpfe vorbeugend tragen

Um die Venen zu entlasten oder in ihrer Funktion zu unterstützten, ist es oft sinnvoll, Stützstrümpfe präventiv zu tragen. Dies kann in folgenden Fällen sinnvoll sein, um einem schweren Krankheitsverlauf, beispielsweise Thrombosen, entgegenzuwirken. Bei präventiven Maßnahmen wird ein Kompressionsdruck von 15-20 mmHg empfohlen:

In der Schwangerschaft: Durch den zunehmenden Druck auf den Körper und das Blutkreislaufsystem können sich die Venen schneller ausdehnen – die wiederum kann die Blutzirkulation beeinträchtigen. Stützstrümpfe mit einer sogenannten degressiven Kompressionen können einhergehende Probleme wie Schwellungen, Schmerzen, Krämpfe oder gar Venenthrombosen mildern oder entgegenwirken.

Auf Reisen: Es müssen gar nicht immer Langzeitflüge sein – wer aus genetischen Gründen zu Krampfadern neigt, sollte auf Flügen stets Kompressionsstrümpfe tragen, denn durch das lange Sitzen wird die Blutzirkulation erschwert. Auf langen Flugreisen sollte jeder darüber nachdenken, wenn man keinen Sitzplatz mit ausreichend Beinfreiheit hat. 

Im Stehen arbeiten: Verkäufer, Krankenschwestern – in Berufen, wo man viel stehen muss, können Kompressionsstrümpfe präventiv gegen Krampfadern und Besenreiser wirken. Die Beine werden stark beansprucht und können daher Unterstützung brauchen, damit die Venen das Blut zum Herzen transportieren. 

Kompressionsstrümpfe bei geschwächten Venen tragen

Während Besenreiser aus medizinischer Sicht in der Regel nicht behandelt werden, sondern eine Sache der Optik sind, können bei Krampfadern verschiedene Therapien eingeleitet werden. Eine davon ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Die Venen werden "zusammengehalten" und können ihre Arbeit besser verrichten, sprich das Blut zum Herzen befördern. Dabei gibt es Stütz- oder Kompressionsstrümpfe in verschiedenen Druckstufen, je nach Krankheitsbild.

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