Wie Sie Krampfadern vorbeugen

Die wichtigsten Tipps und Infos für schöne Beine

Sie sind zwar ungefährlich, aber genauso unbeliebt. Krampfadern sind Veränderungen der Venen und treten meist in den Beinen auf. Wie Krampfadern entstehen und wie Sie diesen vorbeugen können, erklären wir Ihnen deshalb ausführlich.

  • Was sind Krampfadern?
  • Symptome von Krampfadern
  • Ursachen für Varizen
  • Krampfadern vorbeugen und therapieren

Was sind Krampfadern?

Da Venenveränderungen bei den meisten Menschen mit der Zeit auftreten, ist es nicht verwunderlich, dass diese ein weit verbreitetes Leiden der deutschen Bevölkerung darstellen. Krampfadern, auch Varizen genannt, sind dauerhaft erweiterte Venen, die meist an den Beinen auftreten, selten auch im Beckenbereich. Optisch treten diese zudem deutlich unter der Haut hervor. Krampfadern werden nicht nur als kosmetisch störend empfunden, sie können sogar zum medizinischen Problem werden. Varizen können entweder entstehen, wenn die Venen genetisch bedingt zu schwach sind (primäres Krampfadernleiden) oder wenn der Blutfluss durch Thrombosen in den Beinen gehindert wird (sekundäres Krampfadernleiden). Die äußeren Venen zeichnen sich dadurch unter der Haut ab und treten leicht hervor. Sind kleine Venen betroffen, spricht man von Besenreisern, bei größeren werden diese Krampfadern genannt. Krampfadern, welche sich in einer Schwangerschaft ausbilden, bilden sich nach der Entbindung häufig wieder zurück. Es benötigt aber oftmals ein Jahr, bis die Venen nicht mehr sichtbar sind. Die gemeinen Krampfadern jedoch bilden sich kaum wieder zurück. Sind die Venen einmal krankhaft verändert, können sie nicht mehr ihren ursprünglichen, gesunden Zustand erreichen und stellen somit ein chronisches Leiden dar.

Symptome von Krampfadern

Krampfadern lassen sich an den auffallend bläulichen, knotenförmigen Verdickungen unter der Haut erkennen. Erste Anzeichen können dabei schon im jungen Erwachsenenalter auftreten und zeigen sich als kleine, blau gefärbte Besenreiser. Ist Ihre Erkrankung bereits fortgeschritten, kommt es zu einem sogenannten Krampfaderleiden. Dabei kann es durch vermehrte Krampfadern zu einem Schweregefühl in Ihren Beinen kommen. Juckreiz und ein örtliches Druckgefühl können auch darauf hindeuten, dass Sie an Krampfadern leiden. Auch wenn sie meist ungefährlich sind, sollten Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen und Varizen nicht ignorieren. Bei Nichtbeachtung gehen Sie das Risiko einer späteren Venenentzündung oder gar einer Thrombose ein.

Ursachen für Varizen

Das Alter und die damit einhergehende Schwächung des Bindegewebes ist ein Faktor bei der Entstehung von Krampfadern. Komplett vorbeugen lassen sich Krampfadern also nicht. Zudem kann eine Venenwandschwäche erblich bedingt sein. Stehen oder sitzen Sie zu lange, ohne sich zu bewegen, kommt es zu einer Erschlaffung der Muskelpumpe, wodurch sich das Blut leichter staut. Wenn Sie Ihrer Arbeit überwiegend im Sitzen nachgehen, besteht zudem das Risiko, dass die Venen der Kniekehle abknicken, wodurch der Blutrückfluss ebenfalls gehindert wird. 

Frauen sind zudem wesentlich häufiger betroffen als Männer. Zum einen begünstigt eine Schwangerschaft die Entstehung von Varizen, zum anderen lassen Östrogene das Bindegewebe schlaffer werden. Auch ein hohes Gewicht übt Druck auf die Blutgefäße aus und kann diese auf Dauer weiten und damit Krampfader fördern. Modisch, aber nicht praktisch: Einengende Kleidung hat übrigens einen ähnlichen, negativen Effekt.

Krampfadern vorbeugen und therapieren

Um die Entstehung von Krampfadern vorzubeugen gibt es aber einige hilfreiche Tipps, die Sie befolgen können: 

  • Tragen Sie flache Schuhe und keine einengende Kleidung
  • Lagern Sie Ihre Beine ab und zu hoch
  • Verhindern Sie Übergewicht durch eine gesunde, fettarme Ernährung
  • Sport ist besonders hilfreich, denn er stärkt das Bindegewebe und aktiviert die Muskelpumpe – empfohlen werden insbesondere Joggen und Schwimmen
  • Nutzen statt des Aufzugs lieber die Treppe
  • Verringern Sie lange sitzende oder stehende Tätigkeiten. Wenn dies nicht möglich ist, betreiben Sie währenddessen einfache Beingymnastik
  • Gehen Sie öfter barfuß
  • Setzen Sie auf wechselwarme Beingüsse
  • Gönnen Sie sich Massagen mit Ölen, die die Durchblutung fördern
  • Wenn Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen, verhindert das Komplikationen der Krampfadern

Wenn es bei Ihnen bereits zu spät ist, um Krampfadern vorzubeugen, können Sie zum Glück immer noch auf diverse Therapiemöglichkeiten zurückgreifen. Zur Behandlung stehen Ihnen verschiedene Tabletten auf pflanzlicher Basis zur Verfügung. Die Medikamente müssen über einen längeren Zeitpunkt eingenommen werden und helfen, die Gefäßwände zu stabilisieren. Beispiele hierfür sind rotes Weinlaub und Rostkastanienextrakte. Kleinere Krampfadern lassen sich zudem auch veröden. Dabei spritzt der Arzt einen besonderen Schaum oder Flüssigkeit in die betroffenen Venen. Diese beschädigen die Innenwand der Venen, führen zum Verkleben dieser und bilden sie zu einem gewebsartigen Strang aus. Wichtig: Treiben Sie nach dem Eingriff unbedingt Sport, damit der Blutstrom in den übrig gebliebenen Venen angeregt wird!

Bei der Endovenösen Behandlung werden die Venen hingegen von innen durch Hitze versiegelt. Dies kann durch eine Lasertherapie erfolgen oder durch elektromagnetische Wellen einer Radiofrequenzablation. Als letzten Schritt können Sie die Varizen auch operativ entfernen lassen. Es gibt dabei zwei Arten. Beim Stripping werden die Adern mit einer Sonde aus dem Bein herausgezogen. Bei der Krossektomie versucht der Arzt hingegen, die großen Krampfadern dort zu durchtrennen, wo sie in tiefere Beinvenen münden.

Das könnte Sie auch interessieren:
Beine in Bestform: Neue Hilfe für Venenerkrankungen
Schöne Beine: Was hilft gegen Krampfadern und Besenreiser
Schöne Beine: Das schnelle Sommer-Beauty-Programm
Die Venen stärken: Die besten Übungen für zwischendurch
Hallo Sommer! Tolle Beine ab 40