Zysten am Eierstock: Ab welcher Größe sollte man operieren?

Harmlos oder gefährlich?

Zysten bilden sich an den Eierstöcken – durch eine Operation müssen sie aber nur in bestimmten Fällen entfernt werden. Wann eine Zyste operiert werden muss und was es noch zu beachten gibt, verraten wir Ihnen hier.

Zysten am Eierstock: Ab welcher Größe sollten sie operativ entfernt werden?

Zuerst wird versucht, die Zyste am Eierstock mit Hormongaben loszuwerden: Gestagene etwa lassen sie schrumpfen, auch mit der Pille wird man sie in der Regel los. Erst wenn alles nichts nützt, oder ab acht Zentimetern Größe ist eine Operation sinnvoll. Narben hinterlässt der Eingriff kaum: Bei der sogenannten Single-Port-Methode wird die Zyste durch einen Mini-Schnitt am Bauchnabel entfernt.

Eierstockzysten: Wie lange dauert die OP und wie lange bleibt man im Krankenhaus?

Es handelt sich um einen kleinen Eingriff, der in der Regel laparoskopisch, also mittels Bauchspiegelung in Vollnarkose, durchgeführt wird und ca. 45 Minuten dauert. Die Entfernung von Zysten gehört zu Routineeingriffen, sodass die Patientin meist nach einem Tag der Beobachtung wieder entlassen werden kann. Voraussetzung ist natürlich immer, dass es nach der Operation keine Komplikationen gibt. Nach dem Krankenhausaufenthalt sollte man sich, wie bei allen Eingriffen, noch körperlich schonen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, was Sie individuell an Sport machen dürfen.

 

 

 

Zysten: Was sind die Ursachen und tun sie weh?

 

 

 

Meist bemerken wir Eierstockzysten gar nicht, denn sie tun nicht weh, sind sehr klein und nach dem nächsten Zyklus wieder verschwunden. In der Regel sind Hormonschwankungen die Ursache der mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen – deshalb entstehen sie häufig in der Pubertät oder kurz vor den Wechseljahren. Oft werden Zysten eher zufällig bei einer Ultraschall-Untersuchung entdeckt. Und selbst bei ein paar Zentimetern Größe muss eine Zyste nicht gleich operiert werden. Auch hier stehen die Chancen gut, dass sie von selbst wieder verschwindet. Wenn Eierstockzysten aber eine bestimmte Größe annehmen, dann können Sie auf umliegende Organe wie die Blase drücken. Auch Krämpfe oder Ziehen im Unterleib, Rückenschmerzen oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs sind zu beobachten.

 

 

 

Das Beobachten der Zysten ist wichtig

 

 

 

Wenn das Bläschen allerdings nach ein bis zwei Zyklen noch immer da ist, sollte man es beobachten. Denn vor allem bei plötzlichen, kolikartigen Schmerzen mit Übelkeit könnte es geplatzt sein – dann ist ein schneller Eingriff nötig, um die innere Blutung zu stoppen. Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr kann eine größere, unbehandelte Zyste in seltenen Fällen auch mal bösartig werden und zu Eierstockkrebs führen. Deshalb wird der Arzt hier eher zu einer Entfernung raten. 

 

 

 

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