Zysten operieren: Wann ist die OP sinnvoll?

Harmlos oder gefährlich?

Zysten bilden sich an den Eierstöcken, entfernt werden müssen sie aber nur in ganz bestimmten Fällen. Wann eine Zyste operiert werden muss, verraten wir Ihnen hier.

Die gute Nachricht zuerst: Meist bemerken wir eine Zyste gar nicht, denn sie tut nicht weh, ist sehr klein und nach dem nächsten Zyklus wieder verschwunden. In der Regel sind Hormonschwankungen die Ursache der mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen – deshalb entstehen sie häufig in der Pubertät oder kurz vor den Wechseljahren. Oft werden Zysten eher zufällig bei einer Ultraschall- Untersuchung entdeckt. Und selbst bei ein paar Zentimetern Größe muss eine Zyste nicht gleich operiert werden. Auch hier stehen die Chancen gut, dass sie von selbst wieder verschwindet

Beobachten Wenn das Bläschen allerdings nach ein bis zwei Zyklen noch immer da ist, sollte man es beobachten. Denn vor allem bei plötzlichen, kolikartigen Schmerzen mit Übelkeit könnte es geplatzt sein – dann ist ein schneller Eingriff nötig, um die innere Blutung zu stoppen. Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr kann eine größere, unbehandelte Zyste in seltenen Fällen auch mal bösartig werden und zu Eierstockkrebs führen. Deshalb wird der Arzt hier eher zu einer Entfernung raten. 

Ohne Narben Zuerst wird aber versucht, die Zyste mit Hormongaben loszuwerden: Gestagene etwa lassen sie schrumpfen, auch mit der Pille wird man sie in der Regel los. Erst wenn alles nichts nützt, oder ab acht Zentimetern Größe ist eine OP sinnvoll. Narben hinterlässt der Eingriff kaum: Bei der sogenannten Single-Port-Methode wird die Zyste durch einen Mini-Schnitt am Bauchnabel entfernt.