Zeit zu leben Teil 1: Wer wagt, gewinnt!

Vom Glück, Dinge mal anders zu machen

Nur, wenn wir nach innen schauen, ohne den Einfluss von anderen, lernen wir uns wirklich kennen, lernen uns wertzuschätzen und uns zu lieben. In unserer neuen, großen Serie zeigen wir Ihnen deshalb anhand zahlreicher, leicht umzusetzender Tipps, Anregungen und Übungen: Der beste Coach sind … Sie selbst!

Dieser Moment, wenn plötzlich alles einen Sinn ergibt. Wenn wir nicht mehr zweifeln, sondern ganz bei uns und mit allem im Reinen sind. Wie herrlich müsste das sein, wenn uns jemand verraten würde, wie das geht. Wenn da einer wäre, der uns zeigt, wie wir ein erfülltes Leben führen können. Aber brauchen wir wirklich jemand anderen, der uns sagt, wer wir sind und was uns guttut? Nein! Stattdessen sollten wir einmal intensiv in uns selbst hineinhorchen.

Gewohnheiten sind praktisch. Wir müssen nicht weiter über sie nachdenken, sie laufen automatisch ab. Sie erleichtern uns so den Alltag – doch gleichzeitig schränken sie uns auch unbewusst ein. Denn wenn wir morgens beispielsweise immer den gleichen Weg zur Arbeit nehmen – dann vergessen wir darüber die Frage, ob es vielleicht einen besseren Weg gibt. Und vielleicht auch einen besseren, um unser Leben zu führen.

Sinn im Jetzt: Momente festhalten, um das Heute zu verstehen

Um zu begreifen, wo wir im Leben stehen, was wir alles schon gemeistert haben und wie stark wir sind, hilft es, eine Art Biografie zu schreiben. Zum Beispiel in Form einer „Fieberkurve“, in der wir das natürliche Auf und Ab einzeichnen, das unsere Entwicklung prägt. Schon nach kurzer Zeit werden wir Muster erkennen: eine Art roter Faden, der sich durch unser Leben zieht – und uns zum Jetzt geführt hat.

Mut für morgen: Wie wir ganz spielerisch neue Ziele setzen

Indem wir die verschiedenen Situationen, die wir durchlaufen haben, aufschreiben, merken wir, dass wir zwar häufiger mit Hindernissen zu kämpfen hatten, diese am Ende aber immer überwunden haben. Aus Problemen sind Lösungen geworden – und zwar aus unserer eigenen Kraft heraus. Das schenkt uns Vertrauen und Mut für den nächsten Tag. Wir sind frei und bereit, unsere Zukunft zu planen, einen neuen Kurs festzulegen, der uns vorwärts bringt.

Zukunft im Blick: Architekt des eigenen Lebens werden

Wenn wir neue Ziele erreichen wollen, hilft es, diese möglichst ganz konkret zu fassen. Und bloß keine Scheu vor Veränderungen! Mit unseren Stärken und Talenten überwinden wir jede Unsicherheit. Wir müssen uns dabei nur immer wieder bewusst machen: Wir selbst sind der Architekt unserer eigenen Existenz. Nur wir selbst haben es in der Hand, unser Leben aktiv zu gestalten, glücklich und zufrieden zu sein. Lösen wir uns deshalb von Gewohnheiten, die uns nicht guttun. Und bauen wir stattdessen die Dinge, an denen unser Herz wirklich hängt, häufiger in unseren Alltag und auch in unsere Arbeit mit ein. Unsere persönlichen Werte, Vorlieben und Überzeugungen sind wichtig, damit wir im Einklang mit uns selbst sind – und mit den Menschen, die uns täglich umgeben.

Mantra zum Glück: Kraftquellen nutzen und Akzeptanz üben

In der Hektik des Alltags fällt es oft schwer, innezuhalten und in sich hineinzuhorchen. Dann hilft es, einen Lieblingsort aufzusuchen oder bewusst etwas zu tun, was uns Ruhe schenkt und Stress vergessen lässt. Sagen wir uns in solchen Momenten ab jetzt: „Ich darf sein, wer ich bin und wie ich bin. Und gerade deswegen muss ich nicht so bleiben – sondern ich kann auch über mich hinauswachsen.“

4 Fragen an Dr. Rolf Merkle

Der Psychotherapeut und Autor hält es für das Wichtigste, so glücklich zu leben, wie möglich.

1 Selbstcoaching: Klappt das?

Im Grunde gibt es sogar nur Selbstcoaching. Auch wenn wir Rat von außen holen, müssen wir selbst Schlussfolgerungen daraus ziehen und diese umsetzen. Voraussetzung für Selbstcoaching ist: ehrlich zu sich sein.

2 Welche Frage sollte ich stellen? 

Zunächst: Was genau ist mein Problem im Denken, Fühlen, Verhalten? Was möchte ich verändern und warum gerade jetzt? Dann: Wo will ich hin? Wie soll mein neues Verhalten aussehen?

3 Wie wichtig ist die Vergangenheit?

Wir müssen nicht unbedingt wissen, weshalb wir im Augenblick sind, wie wir sind. Die Ursachen zu kennen, kann hilfreich sein. Entscheidender ist, dass wir genau wissen, wo wir hinwollen und wie wir dort hinkommen.

4 Warum sollte ich Dinge ändern?

Wenn wir unsere Komfortzone verlassen, fühlen wir uns unsicher. Doch nur so können wir uns weiterentwickeln, Grenzen erkennen - und wachsen. 

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