Tapezieren: Sieben Fehler, die Sie vermeiden sollten

Tapezieren: Sieben Fehler, die Sie vermeiden sollten

Tapeten gibt es heutzutage aus den unterschiedlichsten Materialien und in den wildesten Designs. Passend zu Ihrem Wohnstil haben Sie sich eine Variante ausgesucht, jetzt soll es an die Arbeit gehen. Doch Vorsicht: Gerade beim ersten Mal gibt es zahlreiche Fallen – von der falschen Vorbereitung bis hin zu schlechter Technik. Damit Sie sich beim Tapezieren leichter tun, erklären wir dir die verbreitetsten Fehler und wie Sie diese vermeiden.

Das machen Laien beim Tapezieren am häufigsten falsch

Sie passen sich dem Wohnstil an, man kann sie bei Veränderungswünschen wieder ablösen und sie lassen sich in Eigenregie auf die Wände aufbringen: Als Wandgestaltungsoption haben Tapeten viele Vorteile. Trotzdem kann das Tapezieren auch zum Albtraum werden, denn Fehler lassen sich nachträglich nur schwer wieder ausbessern. Wenn der Profi am Werk ist, sieht die Arbeit so einfach aus. Richtig gute Ergebnisse erzielt trotzdem nicht jeder. Dass die Tapete nach professionellen Malerarbeiten sitzt, liegt an der Erfahrung. Auch der beste Malermeister hat in seiner Laufbahn Tapezierfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Kein Wunder, dass Unerfahrene nach dem Tapezieren oft mit unschönen Wellen oder sich ablösenden Tapeten leben müssen. Damit Ihnen das erspart bleibt, vermeiden Sie bei der Arbeit am besten Fallen wie:

  • fehlende oder falsche Vorbereitung
  • falsches Werkzeug
  • falscher Kleister
  • zu kurze Einwirkzeiten
  • schlechtes Einkleistern
  • unsauberes Arbeiten
  • schiefe Bahnen

 
1. Fehlende oder falsche Vorbereitung

Die Tapete hält nicht richtig. Wo sie an der Wand bleibt, wirkt sie ungleichmäßig und an verschiedenen Stellen wölbt sie sich sogar. In diesem Fall ist meist falsche Vorbereitung schuld. Haben Sie alle Reste der alten Wandtapete rückstandslos entfernt? War der Untergrund vor dem Tapezieren sauber, glatt, fett- und staubfrei? Wenn Sie dafür gesorgt haben, kann es an fehlender Grundierung liegen. Eine solche Behandlung mit Tiefengrund brauchen vor allem ungleichmäßig und stark saugende sowie sandende Untergründe. Die Grundierung festigt die Wand und verhindert, dass Unregelmäßigkeiten durchschimmern. Alternativ dazu können Sie zur Wandvorbereitung eine Vliesunterlage anbringen. Verspachteln sollten Sie stark unebene Wände sowie Untergründe wie Rauputz, Mauerwerk und Holz.

2. Falsches Werkzeug

Das Ergebnis von Tapezierarbeiten ist nur so gut wie das verwendete Werkzeug. Zum Schneiden der Bahnen brauchen Sie beispielsweise ein scharfes Cuttermesser mit genügend Wechselklingen. Ansonsten drohen fransige Kanten und unebene Übergänge. Abgesehen davon benötigen Sie eine Gummiwalze zum Glätten, eine Tapezierbürste und einen ausreichend großen Tapeziertisch. Ist dafür gesorgt, hängt alles an der passenden Technik und dem richtigen Kleister für die Tapete Ihrer Wahl.

3. Falscher Kleister

Tapete ist nicht gleich Tapete – zumindest nicht, was den Kleister betrifft. Sie haben sich für Papier- oder Raufasertapeten entschieden? In diesem Fall brauchen Sie anderen Kleister als für Vlies- und andere Textiltapeten. Welche Art Sie genau benötigen, hängt vom Einzelfall ab. Lesen Sie daher immer die Herstellerinformationen auf der Tapetenpackung und kaufen Sie die empfohlenen Produkte. Hier an Qualität zu sparen, ist ein großer Fehler.

4. Zu kurze Einwirkzeit

Unter der Tapete bilden sich Lufteinschlüsse oder die Wand wirkt nach dem Tapezieren faltig? Dieses Phänomen liegt meist an kurzen Einwirkzeiten des Kleisters. Lesen Sie daher immer auf der Tapetenverpackung nach, wie lange Sie die Bahnen einweichen sollten. Ohne die erforderliche Weichzeit dehnen sich Tapeten an der Wand weiter aus, wodurch es zu Falten- und Blasenwurf kommt.

5. Schlechtes Einkleistern

Auch der beste Kleister und die optimale Einwirkzeit helfen nichts, wenn Sie die Tapete nicht richtig einkleistern. Um spätere Spannungsnähte zu vermeiden, kleistern Sie lieber gründlich und gleichmäßig. Je wärmer es ist, desto mehr Kleister benötigen Sie. Vorsicht: Zu viel sollte es allerdings auch nicht sein. Triefende Tapeten führen zu neuen Problemen.

6. Unsaubere Arbeit an Steckdosen, Lichtschaltern und Fußleisten

Einige Bereiche können beim Tapezieren Probleme bereiten. Neben Fußleisten zählen dazu Steckdosen sowie Lichtschalter. Oftmals wird gerade hier nicht sauber gearbeitet. Um nicht exakt zuschneiden zu müssen, nehmen Sie Blenden und Leisten lieber ab. Die Übergänge können Sie später verdecken.

7. Schiefe Bahnen

Von einer Ecke aus arbeiten Sie sich beim Tapezieren Bahn für Bahn die Wand entlang. Damit die Bahnen wirklich sitzen, muss die erste Kante senkrecht liegen. Nur so sind rechte Winkel wirklich rechte Winkel. Oftmals führt eine kleine Abweichung der ersten Kante zu immer schieferen Folgebahnen. Leider sind sinnvolle Korrekturen nicht mehr möglich, wenn alle Bahnen kleben. Deshalb stets mittels Wasserwaage oder Lot sicherstellen, dass Ihre erste Bahn ein echter rechter Winkel ist.

Experten-Tipp zum Tapezieren ohne Wasserwaage. Wer keine Wasserwaage zur Hand hat, baut aus einer Schraubenmutter und einem Faden ein Lot. Wenn Sie zu zweit sind, kann nun einer den Faden an die obere Wand halten. Sobald das Fadenende zur Ruhe kommt, markiert der zweite den rechten Winkel.

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