Masturbieren: So geht Sex in Corona-Zeiten

Ich mach's mir jetzt selbst!

Weniger Hochzeitsglocken, mehr Sex - eine Studie zeigt, dass wir in Corona-Zeiten am liebsten selbst Hand anlegen und masturbieren. Feste Bindung mit jemand anderen? Nö - wir sind uns selbst genug!

Masturbieren gegen Corona - und das Alleinsein

Quarantäne, Home Office, Hamsterkäufe – mit dem Ausbruch des COVID-19 Virus hat sich das Leben extrem verändert: Dazu Einreise- und Kontaktverbote. Da kommt ganz schön was zusammen. „Social Distancing“ lautet das Gebot der Stunde – auch für das eigene Sexleben. Das hilft nur eines: Selbst ist die Frau - und der Mann. Kein Wunder, irgendwie muss man die Zeit ja überstehen. Nun kann man sagen, naja, wie soll man es sonst auch machen, wenn kein Partner zur Stelle ist?

Das ist richtig. Masturbieren befriedigt den Körper – wenn man sexuell aktiv ist, wird Dopamin ausgeschüttet, was uns mutiger und positiver in die Zukunft blicken lässt. Gleichzeitig gibt uns das Wonnegefühl einen Glücksschub, der in diesen Zeiten wichtig ist. Es geht beim Masturbieren nicht ausschließlich nur um Sex, sondern auch um fehlende Nähe und Umarmungen durch einen Partner. Dating-Plattformen verzeichnen derzeit einen hohen Zuwachs, denn man kann sich ja schon mal umsehen – für die Zeit nach Corona. Irgendwie muss man sich ja auch beschäftigen und mal ganz ehrlich: Den 1.000 Bananenkuchen kann man irgendwann auch nicht mehr sehen, auch wenn er noch so lecker ist. Für die Figur ist es sowieso besser, sich mit sich selbst zu beschäftigen, anstatt haufenweise Corona-Kilos anzuhäufen. Und wer noch Mutti im Ohr hat: “Das macht man nicht!“, der sollte wissen: Doch, das macht man - und zwar jetzt erst recht!

Auch Paare legen selbst Hand an

Das ist tatsächlich verwunderlich: Schlägt einem der eigene Mann irgendwann auf die Vagina? Das Sexverhalten hat sich nach einer vom Sextoy-Hersteller We-Vibe durchgeführten Stimmungsumfrage geändert. Befragt wurden 1.200 liierte Paare: Dabei kam ans Licht, das über die Hälfte der Paare (54 Prozent) es sich lieber selbst machen, als mit dem Partner. 73 Prozent der räumlich von einander getrennt lebenden Paare verspüren ebenfalls Lust auf Solosex – ob die Sehnsucht dafür verantwortlich ist oder pikante Sexspielchen via Videotelefonie, wer weiß ... Wer jetzt auf einen spektakulären Heiratsantrag wartet, der muss sich gedulden. Aufgrund der räumlichen Nähe streiten sich Paare häufiger. 78 Prozent der Befragten können sich sogar vorstellen, dass die Anzahl der Trennungen und Scheidungen aufgrund der Krise ansteigen wird. Dazu hat man in diesen Zeiten weniger Lust, sich mit Zukunfsplänen zu beschäftigen. Da liegt ein Solo-Quickie im Hier und Jetzt doch näher! 

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:
Sextoys mal anders
 

Datum: 30.04.2020
Autor: Tanja Seiffert

Themen
Sex