Abfallbeseitigung: 6 Müll-Mythen im Fakten-Check

Dürfen Essensreste in die Toilette?

Mal ehrlich, viele Leute denken doch auch: Wieso trennen wir überhaupt unseren Müll? Am Ende kommt sowieso alles in eine Tonne. Aber wie werden Papier, Glas und Co. denn nun wirklich richtig entsorgt? Wir räumen mit Missverständnissen, Mythen und Halbwahrheiten rund um die Abfallbeseitigung auf.

Trennen ist unnötig

Stimmt nicht, denn die sortierten Abfälle werden auch getrennt verarbeitet. Besonders bei Glas und Papier klappt das gut: Über 80% werden recycelt. Da die Sortiermaschine allerdings nicht immer alles herausfiltern kann, müssen wir mithelfen.

Becher auswaschen

Joghurtbecher müssen vor dem Wurf in den gelben Sack oder Wertstoffcontainer nicht extra ausgewaschen werden. Es reicht, wenn sie „löffelrein“ sind. Alles andere wäre reine Wasserverschwendung.
 
Speisereste ins Klo?

Nein, in die Toilette gehört nur Klopapier oder schmutziges Wischwasser. Suppe, Salat und Co. verstopfen sie nur und locken Ratten an. Zudem lagert sich das Fett beim Spülen in den Rohren ab. Speiseabfälle gehören in die Biotonne oder den Restmüll.

Altglas wird …

… eh zusammengeschüttet. Stimmt nicht! Im Müllauto bleibt die Trennung dank eingebauter Wände bestehen. Warum? Weil braunes und weißes Glas beim Einschmelzen keinerlei Fremdfarben toleriert. Darum kommen unklare, rote, blaue Flaschen und Co. immer zum Grünglas.

Ab in den Biomüll

Nicht alles, was natürlich ist, gehört zwangsläufig in den Biomüll. Zwar hat jede Stadt ihre eigenen Regeln, doch Asche, Windeln und Katzenstreu gehören nie hinein. Auch Tierkot gehört aus hygienischen Gründen weder in die Biotonne noch auf den Kompost. Alles sollte in den Restmüll Wandern.

Pfand ist gut

Pfandflaschen sind umweltfreundlich? Jein. Lediglich Mehrwegflaschen aus PETKunststoff oder Glas kommen mehrmals zum Einsatz. Dünne Einwegplastikflaschen werden eingeschmolzen. Nur ein Bruchteil wird dann wiederverwendet.