Fahrrad frühlingsfit machen: Darauf kommt’s an

Ja, mir san mit’m Radl da

Hurra, das Wetter spielt mit: Wir wollen draußen unterwegs sein und können endlich wieder ganz unbeschwert in die Pedale treten. Jetzt geht es mit neuem Schwung durch Stadt und Land – und mit unseren Tipps bringt es gleich noch mehr Spaß.

Die Sonne scheint, die Luft ist mild, da bekommt man doch gleich Lust, eine Runde zu drehen. Bei den meisten hat das Fahrrad aber wahrscheinlich die letzten Monate im Keller oder in der Garage verbracht und braucht jetzt einen Check-up. Doch den kriegt man leicht selbst hin.

Fahrrad richtig putzen

Zunächst Schmutz, Dreck und Staub gründlich entfernen. Das funktioniert am besten mit einem speziellen Radreiniger, den man aufsprüht und kurz einwirken lässt. Mit einem Lappen abwischen. In verwinkelte Ecken kommt man gut mit einer alten Zahnbürste.

Bremsen 

Funktionierende Bremsen sind lebenswichtig und müssen kontrolliert werden. Die Beläge sollten mindestens einen Millimeter stark sein, sonst müssen neue her. Das gilt auch, wenn nur eine Seite abgenutzt ist oder Risse hat. Die Bremsbeläge von Felgenbremsen verschleißen schnell – bei Bedarf jetzt austauschen. Bei Scheibenbremsen muss der Fachmann ran. Schwergängige Bremszüge mit Kriechfett (Baumarkt) behandeln.

Gangschaltung 

Jeden Gang einmal durchschalten und dabei prüfen, ob er sicher einrastet. Ist dies nicht der Fall, muss die so genannte Schaltzuspannung erhöht werden. Dafür am besten zum nächsten Fahrradladen gehen: Gerade bei einer Kettenschaltung ist das Einstellen recht kompliziert. 

Reifen & Felgen 

Überprüfen Sie, ob der Mantel Risse oder Beschädigungen hat. Dann sollte er ausgetauscht werden. Und auch wenn kein Loch im Schlauch ist, kann Luft mit der Zeit entweichen. Lässt sich der Reifen mehr als einen Zentimeter eindrücken, sollte aufgepumpt werden. Ganz hart aufpumpen, da sie sonst schneller verschleißen. Rad auf den Kopf stellen, Spülmittel-Lösung auf Felgen und Speichen sprühen, einwirken lassen, mit einer Zahnbürste reinigen.

Fahrradkette 

Gründlich mit grober Bürste reinigen oder durchlaufen lassen und dabei mit einem Lappen reinigen. Danach Kettenöl auftragen, damit das Treten wieder leichter wird. Rad dafür auf den Kopf stellen, mit einer Hand an der Pedale drehen. So verteilt sich alles gleichmäßig. Auch prüfen, ob Schrauben an den Pedalen, Lenker und Sattel noch fest genug sitzen.

Richtig einstellen

Die Sattelhöhe ist dann ideal für Sie, wenn Sie Ihren Fuß mit der Ferse aufs Pedal setzen und das Knie dabei durchgedrückt ist. Die Lenkerhöhe variiert je nach Fahrstil: Genussradler bevorzugen oft einen eher aufrechten Rücken. Wichtiger ist die Breite: Sie sollte mindestens der Schulterbreite entsprechen. 

Licht 

Auch wenn tagsüber eine Beleuchtung nicht mehr vorgeschrieben ist, sollte sie natürlich intakt sein. Leuchtet nichts, liegt es meist an der Birne oder einem lockeren Kabel. Ansteck-Lichter wieder aufladen oder Batterien wechseln.

Beim E-Bike

Fahrräder mit Elektro-Unterstützung können Sie im Prinzip wie „normale“ Modelle reinigen und überprüfen. Trotzdem ist es ratsam, einmal im Jahr den Profi ranzulassen. Die hydraulischen Bremsen, der Computer nebst Soft- ware und Akku brauchen Wartung.

Sicherheit

Wichtige Grundregel: sich sichtbar machen. Auf der Straße mindestens einen Meter vom Bürgersteig entfernt fahren. Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern aufnehmen und bei jedem Richtungswechsel Handzeichen geben.

Extra-Tipp

Das Fahrrad kann man auch für ca. 60 Euro bei einem Fachhändler durchchecken lassen. Preiswerte Alternative: In Selbsthilfe-Werkstätten unterstützen versierte Hobbybastler.

Das könnte Sie auch interessieren:

Tipps vom Profi: Der perfekte Fahrrad-Diebstahlschutz
Fit in den Frühling: So holen Sie den Garten aus dem Winterschlaf
Frühjahrsputz: So einfach lässt sich Staub entfernen
Sicher durch Herbst und Winter: Machen Sie sich sichtbar