Hohe Unfallgefahr: Werden Elektroräder zu oft unterschätzt?

Wie gefährlich sind Pedelecs wirklich?

19. September 2017

Unglaublich, wie sich der Fahrradmarkt entwickelt hat! Das würde Freiherr von Drais denken, käme er noch mal auf die Welt. Er erfand 1817 das erste Zweirad. 200 Jahre später gibt es dieses nicht nur aus hochwertigen Materialien, sondern auch mit Hilfsmotor! Doch die sogenannten E-Bikes bergen ein nicht zu unterschätzendes Risikio…

Die kleine Antriebshilfe der Elektrofahrräder ermöglicht Mobilität bis ins hohe Alter, sogar bei körperlichen Beeinträchtigungen. Darum sind die Pedelecs, wie Elektrofahrräder auch genannt werden, so beliebt, vor allem bei Senioren.

Trotzdem gibt’s einen Wermutstropfen: Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Pedelec-Unfälle von Januar bis September auf 3.214 – 46 Menschen starben sogar an den Folgen. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es 2.313 Unfälle.

Wie kommt das?

Es sind immer mehr Pedelecs unterwegs. Hinzu kommt noch, dass im höheren Alter das Reaktions- und Koordinationsvermögen nachlässt, was bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h nicht immer ungefährlich ist. Da kann es schnell mal krachen und zu schweren Verletzungen kommen, insbesondere am Kopf. Daher rät die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGOU): Lieber nur mit Helm fahren! Dieser kann einen Sturz auf den Kopf abmildern,das Risiko für tödliche Kopfverletzungen um 60 bis 70 Prozent mindern. Beim Kauf darauf achten, dass der Helm der Norm DIN EN 1078 entspricht. Sinnvoll ist zudem ein Sicherheitstraining. Ein solches bietet nicht selten die Verkehrswacht vor Ort an.