Rauchmelder: Worauf muss ich achten?

Die wichtigsten Infos rund um die schützenden Rauchmelder

20. März 2017

Rauchmelder können im Notfall Leben retten - umso wichtiger ist es, mit den kleinen Geräten auch sorgfältig umzugehen. Eine traurige Bilanz: Jeden Monat verunglücken rund 35 Menschen in Deutschland durch Brände – die meisten im eigenen Heim. Wichtige Infos zu schützenden Rauchmeldern hat Expertin Marielle Eifler. 

Muss ich einen Rauchmelder in meiner Wohnung haben?

„Ja, in allen Bundesländern gilt die Pflicht, Wohnungen mit Rauchmeldern auszurüsten. Der jeweilige Eigentümer ist verantwortlich dafür, dies zu kontrollieren.“

In welchen Räumen müssen sie angebracht werden?

„Die Vorschriften besagen, dass die Schlaf- und Kinderzimmer sowie die Flure, die als Rettungswege von sämtlichen Aufenthaltsräumen dienen, je mit einem Rauchmelder ausgestattet sein müssen. In der Küche oder im Bad können sie schnell Fehlalarm auslösen, deswegen sind sie hier keine Pflicht.“

Wer ist für die Installation und Wartung zuständig?

„In den Landesbauordnungen ist überwiegend geregelt, dass der Wohnungseigentümer für die Anschaffung und den Einbau zuständig ist. Bei der Wartung ist in einigen Bundesländern der unmittelbare Bewohner zuständig, also in einem Mietshaus der Mieter. In anderen Ländern trifft diese Pflicht ebenfalls den Eigentümer. Die Wartung wird einmal im Jahr durchgeführt und sollte entsprechend schriftlich dokumentiert werden.“

Wer übernimmt die Kosten für Installation und Wartung? 

„Anschaffung und Installation können vom Vermieter als so genannte Modernisierungskosten in Höhe von 11 Prozent auf die Jahresmiete umgelegt werden. Die jährlichen Wartungskosten sind grundsätzlich umlagefähig, wenn dies im  Mietvertrag geregelt ist. Umstritten ist, ob der Vermieter auch die Anmietkosten der Geräte auf seinen Mieter umlegen kann. Hier fehlt noch eine höchstgerichtliche Entscheidung.“

Was passiert, wenn der Rauchmelder versagt? 

„Sollte ein Gerät nicht mehr funktionieren, ist es Aufgabe des Vermieters, das Gerät auf seine Kosten zu reparieren oder ein neues anzuschaffen. Der Mieter trägt nur dann die Kosten, wenn er den Defekt verursacht hat und der Vermieter dies beweisen kann. Wenn durch das Versagen der Geräte ein Brandschaden entsteht, kommt eine Mithaftung des Mieters infrage, wenn er seine Verpflichtung zur Wartung nicht eingehalten hat. Es müssen aber auf jeden Fall die konkreten Brandursachen geklärt werden.“

Die jährliche Inspektion und Wartung

Wer als Miter selbst dafür zuständig ist und keinen Hausmeisterservice beauftragen möchte, sollte die Funktion der Rauchmelder entsprechend der Bedienungsanleitung des Herstellers überprüfen. Dazu gehört mindestens eine Kontrolle, ob die Öffnungen, in die der Rauch eindringt, alle frei von Schmutz und Staub sind, ob Beschädigungen vorliegen und ob die Umgebung von 50 cm rund um den Rauchwarnmelder frei von Hindernissen ist. Auch ein probeweise ausgelöster Alarm ist Teil der Wartung. Fehlerhafte Rauchmelder müssen repariert oder ausgetauscht werden. Weitere Hinweise gibt es unter www.rauchmelder-lebensretter.de