Zurück in den Beruf: Wichtige Tipps und Hinweise

Was Sie über die Rückkehr in den Job wissen sollten

Zurück in den Beruf zu kehren, ist ein Thema, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrmals beschäftigen kann. Die Gründe hierfür sind vielfältig und die Rückkehr gestaltet sich mal leichter oder schwerer. Wenn Sie zurück in den Beruf wollen, erhalten Sie hier von uns hilfreiche Tipps, um dies problemlos zu bewältigen.

Gründe für eine längere Auszeit

Die Gründe für eine längere Auszeit, die eine Rückkehr in den Beruf schwierig machen kann, sind vielfältig und sind auch unterschiedlich zu erklären. Egal, was bei Ihnen die Gründe für eine Auszeit sind, sofern diese nachvollziehbar sind, sollten Sie diese gegebenenfalls auch angeben. Die häufigsten Fälle für einen beruflichen Ausfall sind:

•    Kinder-/Elternzeit: Kinder selbst zu betreuen und nicht sofort zurück in den Beruf zu kehren, ist in Deutschland nicht selbstverständlich, aber es ist allgemein akzeptiert. Wenn Sie in der Zeit Fortbildungen gemacht haben, geben Sie diese ruhig an, selbst wenn diese nicht komplett zum angestrebten Beruf passen. Es zeigt, dass Sie sich dennoch in dieser Zeit weitergebildet haben.
•    Krankheit: Körperliche und/oder psychische Krankheiten können zu einer längeren Auszeit vom Beruf führen und sind meist besonders schwierig, da die meisten Arbeitgeber sich sorgen, dass die Krankheit erneut auftritt beziehungsweise der Arbeitgeber nicht mehr ausreichend belastbar ist.
•    Private Auszeit: Auch private Reisen sollten klar kommuniziert und begründet werden. Gute Pluspunkte sind auch neu erworbenen Sprachkenntnisse und die gewonnenen Selbstständigkeit.
•    Arbeitslosigkeit: So frustrierend es auch ist, auch eine längere Arbeitslosigkeit kann zum Stolperstein bei der Rückkehr in den Beruf werden.
•    Von einem in ein anderes Berufsfeld wechseln: Wenn Sie eine Zeit lang etwas anderes gemacht haben und nun in Ihren gelernten Beruf zurück wollen, sollten Sie Ihre Rückkehr begründen können.

Gründe für eine Rückkehr in den Beruf

Insbesondere wenn Sie eine längere Auszeit vom Beruf hatten, die nicht ganz freiwillig war oder Sie nun wieder mehr Zeit aufbringen können (zum Beispiel, weil die Kinder groß sind), ist Ihr Wunsch, zurück in den Beruf zu kehren, erstrebenswert und sinnvoll. Berufstätigkeit ist für viele Menschen mehr als nur eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Sie können in der Ausübung eines Jobs viel Positives mitnehmen. Dies ist unter anderem:

•    Die Unabhängigkeit vom Partner oder den Behörden.
•    Anerkennung: Besonders viele Eltern berichten, dass sie sich nach mehr Anerkennung sehnen, da sie diese oft nicht von ihren Kindern erhalten. Das ist ein häufiger Grund, dass Eltern nach der Elternzeit wieder zurück in den Beruf wollen.
•    Mehr Selbstbewusstsein: Dies resultiert daraus, dass Sie durch die Unabhängigkeit und Anerkennung im Beruf einen weiteren Bereich haben, in dem Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken können.
•    Finanzielle Sicherheit: Die meisten Berufe bieten neben Unabhängigkeit auch finanzielle Sicherheit, selbst wenn Sie erst einmal „nur“ in Teilzeit arbeiten. Wichtig ist dabei für viele Menschen auch das Gefühl, „eigenes Geldes“ verdient zu haben.
•    Neue Herausforderungen: Die Rückkehr in den Beruf beinhaltet auch neue Herausforderungen, durch die Sie wachsen und sich selbst weiterentwickeln können.

Realistische Einschätzungen

Wenn Sie zurück in den Beruf wollen, ist es wichtig, dass Sie realistisch einschätzen, was Sie leisten können. Das heißt nicht, dass Sie sich nichts zutrauen oder sich selbst schlecht reden sollen. Aber es ist wichtig, dass Sie, gerade wenn Sie lange krank waren, einschätzen können, wie viele Stunden Sie arbeiten wollen beziehungsweise können. Es ist besser, wenn Sie langsam wieder zurück in den Beruf kommen, als wenn Sie sich überarbeiten und kurz nach der Rückkehr wieder erkranken. Das gilt ganz besonders bei Erschöpfungskrankheiten. Eine Rücksprache mit dem Arzt kann hier gegebenenfalls helfen, dass Sie sich und Ihre Situation besser einschätzen. Die Zeit ist auch ein wichtiger Faktor, wenn Sie Kinder oder Angehörige betreuen. Dann kann eine Teilzeitstelle die bessere Wahl sein.

Zurück in den Beruf: Seien Sie auf Fortbildungen gefasst

Gerade, wenn Sie mehrere Jahre nicht in Ihrem Beruf gearbeitet haben, kann sich viel verändert haben. Seien Sie daher auf Fortbildungen gefasst und auch bereit, sich auf diese einzulassen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, kann es hilfreich sein, sich bereits privat fortzubilden. Sind Sie arbeitslos, so kann hierbei auch das Arbeitsamt helfen und Sie gegebenenfalls unterstützen. Eine Nachfrage beim Amt kann sich daher lohnen. Lassen Sie sich wegen der neuen Anforderungen auch nicht entmutigen, wenn es zu Beginn kleinere Rückschläge gibt. Ein neuer Job oder die Rückkehr in den alten Beruf sind selten leicht und wenn Sie länger nicht gearbeitet haben, wird es nicht besser. Aber Sie werden beobachten, dass Sie immer positiver mit den neuen Herausforderungen umgehen können und an diesen wachsen.