Spülmittel in der aktuellen Öko-Test

Enttäuschende Ergebnisse

In vielen Haushalten wird Wert auf umweltfreundliche Spülmittel gelegt – und das ist gut so! Aber umweltverträgliche Produkten scheinen dem Anspruch an die Reinigungskraft nicht standhalten zu können, so befand Öko-Test. Denn von 21 getesteten Handspülmitteln hat tatsächlich nur ein Produkt die Note „gut" bekommen. Ein ernüchterndes Ergebnis!

Zwar gibt es in fast jedem Haushalt eine Spülmaschine, dennoch kann nicht alles maschinell gewaschen werden. Holzbretter, Backformen, angebrannte Töpfe – hier rückt die Hausfrau dem Schmutz oder empfindlichen Materialien mit Spüli und Bürste zu Laibe. Die Erwartungen an das Spülmittel sind hoch: Es soll umweltfreundlich sein, aber auch stark in der Reinigungskraft. Schließlich möchte man das lästige Abwaschen ohne viel Schrubben erledigen. Da macht uns das aktuelle Öko-Test-Ergebnis (Juni-Ausgabe 2018) leider einen Strich durch die Rechnung, denn genau das Gegenteil ist der Fall.

Spülmittel im Check: Das Testergebnis 

Öko-Test prüfte die Produkte auf bedenkliche Inhaltsstoffe – dafür steht das Institut. Dazu wurde die Fleckenentferung und die Reinigungsleistung in einem Handspülgang unter die Lupe genommen.

  • „Fairy Ultra Plus Konzentrat Villariba Edition Original“ erhielt die Note „gut“ – als einziges von 21 getesteten Produkten!
  • 13 Geschirrspülmittel waren „befriedigend“ oder „ausreichend“, darunter „Denk mit Spülmittel Ultra Konzentrierte Formel“ oder „Frosch Himbeer Spül-Gel“
  • 7 Produkte waren „mangelhaft“ oder „ungenügend“, drunter „Fit Original höchste Spülkraft“ oder „Blink Spülmittel Classic“. Ökologische Produkte wie „Almawin Spülmittel Zitronengras Konzentrat“ und „Sodasan Ökologisches Spülmittel Lemon“ erhielten wegen der Spülleistung eine mangelhafte Note.

Bedenkliche Inhaltsstoffe in konventionellen Spülmitteln

Zweidrittel der getesteten Produkte enthalten allergieauslösende Isothiazolinone. Dazu weisen sie PEG/PEG-Derivate auf: Die Tenside dienen der einfachen Reinigung und der Fettbindung im Wasser. Trotz der hohen Wirkkraft sind Tenside schon lange umstritten, denn sie machen die Haut für Schadstoffe durchlässig. Zwar dürfen lt. EU-Verordnung nur Tenside eingesetzt werden, die sich nach 28 Tagen von selbst abbauen – aber warum sich und die Umwelt unnötig belasten? Enthaltene Duftstoffe sind ebenfalls problematisch, denn sie können sich auf unseren Hormonhaushalt auswirken. Dazu sind sie schwer abbaubar bzw. schwer aus dem Wasser zu filtern. Öko-Test rät daher, konventionelle Spülmittel sehr sparsam einzusetzen und beim Abwaschen Handschuhe zu tragen. Das gilt besonders für Konzentrate, bei denen schon wenige Tropfen genügen. 

Welche Spülmittel jetzt benutzen? 

Öko-Spülmittel und eine hohe Reinigungsleistung passen nicht wirklich zusammen, das ist das enttäuschende Fazit. Setzen Sie aber Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe weiter auf Öko-Spülmittel, auch wenn Sie etwas mehr Schrubben müssen! Spannen Sie daher Ihren Partner und Familie häufiger mit ein, damit die Arbeit nicht allein an Ihnen hängen bleibt. Küchentipp: Putzen mit Orangenschale!