Was hilft gegen brüchige Nägel?

Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten auf einen Blick

Mist, schon wieder ein Nagel abgebrochen! Mit abgebrochenen oder rissigen Nägeln müssen sich die meisten Menschen einmal auseinandersetzen. Tritt das Problem allerdings häufiger und ohne erkennbaren Grund auf, ist es Zeit für gezielte Maßnahmen. Doch was hilft gegen brüchige Nägel

Die Art des Nagelbruchs bestimmen

Der erste Schritt auf dem Weg zu festeren Nägeln ist die Bestimmung der Art des Nagelbruchs. Grundsätzlich werden zwei Varianten unterschieden. Entweder die Finger- oder Fußnägel reißen längs ein (Onychorrhexis) oder die Nagelplatte spaltet sich in zwei Schichten (Onychoschisis). Warum Nägel überhaupt so anfällig für unschöne und zuweilen schmerzhafte Veränderungen sind, lässt sich aus ihrem Aufbau ableiten: Der feste Nagel an sich besteht aus weichen und harten Hornsubstanzen und gliedert sich in eine untere und eine obere Schicht, die bei gesunden Nägeln fest verbunden sind. Kommt es nun zu Störungen im Wachstum der Nägel, können sich die verschiedenen Substanzen lösen – und brüchige Nägel sind die Folge. 

Was hilft gegen brüchige Nägel: die Ursachenforschung

Um das Problem brüchiger Nägel nachhaltig angehen zu können, ist eine sorgfältige Abklärung der Ursachen von zentraler Bedeutung. Wenn Sie wissen, warum Ihre Nägel brüchig sind, können Sie gezielt gegensteuern. Gerade die häufigste Ursache für brüchige Nägel lässt allerdings wenig Spielraum für eine wirksame Behandlung. Wie fest oder brüchig die Nägel eines Menschen sind, hängt entscheidend von seinen Genen ab. Ausgehend von Ihrer genetischen Veranlagung gibt es jedoch viele Einflussfaktoren, die brüchige Nägel begünstigen oder im Gegenteil die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens reduzieren – und an genau diesem Punkt sollte Ihre Ursachenforschung ansetzen. Für eine schnelle Übersicht haben wie die wichtigsten Aspekte zusammengefasst: 

  • Zu den häufigsten äußeren Ursachen, die brüchige Nägel zur Folge haben, gehören Reinigungsmittel. Wenn Sie beispielsweise berufsbedingt besonders oft mit Wasser, Putzmitteln, Seifen oder Chemikalien zu tun haben, kann das die Struktur der Nägel schädigen. Zu viel Wasser führt dazu, dass die Nägel immer wieder aufquellen und austrocknen und auf diese Weise Fett und Feuchtigkeit verlieren. 
  • Verschönern Sie Ihre Nägel gerne mit Nagellack oder künstlichen Nägeln? Das kann bei einer übermäßigen Anwendung ebenfalls brüchige Nägel fördern. Insbesondere Nagellackentferner schädigt die kittende Substanz in den Nägeln, die die einzelnen Zellen zusammenhält: Fehlt diese, splittern die Nägel. 
  • Entgegen des weit verbreiteten Irrglaubens gehört ein Nährstoffmangel zu den eher seltenen Auslösern von brüchigen Nägeln. Wenn Sie sich normal und ausgewogen ernähren, ist ein Mangel nicht zu befürchten. Bei bestimmten Krankheitsbildern, die mit einer Mangelernährung einhergehen, können jedoch auch brüchige Nägel ein Symptom sein. Ein Mangel an B-Vitaminen oder Eisen macht die Nägel etwa spröde und damit instabil. 
  • Bestimmte Krankheiten und auch Medikamente können brüchige Nägel begünstigen. Neben Schilddrüsenerkrankungen sind hier etwa Hauterkrankungen wie eine Schuppenflechte oder Knötchenflechte zu nennen. 

Das können Sie gegen Nagelbruch tun

Sind Sie der Ursache Ihrer Probleme auf die Spur gekommen, lässt sich ein möglicher Behandlungsansatz meist von selbst ableiten. Wenn eine Krankheit hinter Ihren brüchigen Nägeln steckt, führt selbstverständlich eine Behandlung eben dieser Beschwerden zu den besten Erfolgen. Um beruflich oder durch die alltägliche Hausarbeit bedingte Reizungen der Nägel zu vermeiden, können Sie beim Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln Handschuhe tragen. 

Auch wenn wie oben beschrieben entsprechende Ursachen selten sind: Eine gesunde Ernährung trägt grundsätzlich zu Ihrem allgemeinen Wohlbefinden und damit auch zu Ihrer Gesundheit von Haut und Nägeln bei. Ob eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich sein kann, sollten Sie allerdings mit Ihrem Arzt absprechen. Kontraproduktiv auf die Stabilisierung Ihres Nagelwachstums wirken sich Angewohnheiten wie Nägelkauen oder das Drücken und Schieben an der Nagelhaut aus. Soweit möglich, sollten Sie diese Tätigkeiten unbedingt vermeiden. 

Eine entscheidende Bedeutung kommt einer behutsamen Nagelpflege zu. Treten brüchige Nägel akut auf, verzichten Sie am besten zeitweilig ganz auf Nagellack oder künstliche Fingernägel. Um die Nägel schonend zu kürzen, verwenden Sie eine Feile statt einer Schere oder eines Nagelknipsers und zum Händewaschen greifen Sie auf eine pH-neutrale, milde Seife zurück. Für eine Extraportion Pflege werden im Handel schließlich verschiedenste Cremes und Lotionen angeboten, die Ihre Finger und Nägel mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgen. Besonders nach dem Baden oder Duschen zahlt sich eine solche Pflege aus. Zu den Artikeln verschiedener Hersteller gehören Ölbäder, Handpackungen oder spezielle Nagellacke, die den Nägeln mehr Festigkeit geben sollen. Werden diese regelmäßig angewendet, lassen sich oftmals messbare Effekte erzielen. 

Allgemein gilt beim Thema „Was hilft gegen brüchige Nägel“ jedoch ein Grundsatz: Bis die Maßnahmen wirken, vergeht oft einige Zeit. Hier ist Ihre Geduld gefragt!