Trennkost: Viel mehr als eine Diät

Warum diese Ernährungsumstellung so gesund ist

Trennkost Eiweiß und Kohlenhydrate trennen

Die Idee, Eiweiß und Kohlenhydrate bei der Nahrungsaufnahme strikt zu trennen, ist mittlerweile einhundert Jahre alt – und wird immer noch häufig angewendet. Wer Pfunde verlieren will oder aber aus anderen gesundheitlichen Gründen sich zu einer Trennkost entscheidet, ist schnell von dieser Methode überzeugt.

Erfunden hat die Trennkost der New Yorker Arzt Howard Hay (1866-1940). Er litt an einer schweren Erkrankung der Niere, die als unheilbar galt. Also beschloss Hay, seine Ernährung komplett umzustellen und die Nahrung systematisch zu trennen. Er wurde wieder völlig gesund. Hays Überzeugung: Eine falsche Ernährung lässt den Körper übersäuern. Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Übergewicht können die Folge sein.

Trennkost: So funktioniert sie

Das Trennkost-Prinzip basiert auf der strikten Trennung von eiweißhaltigen und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln. Die Theorie: Isst man beides zusammen, kann es nicht gleichzeitig verdaut werden. Ungesunde Säuren entstehen.

Der Trennkostler isst also nicht Fleisch mit Kartoffeln, und auch nicht Käse mit Brot. Auch Spaghetti Bolognese zum Beispiel sind tabu. Stattdessen dürfen sogenannte neutrale Lebensmittel als Beilage zu Fleisch gewählt werden, oder eben eiweißhaltige Lebensmittel wie Quark. Ausnahmen: Gemüse und Salat dürfen immer dazu gegessen werden, sie gehören genau wie Fette zur neutralen Gruppe.

Was erst einmal kompliziert klingt, ist im Alltag schnell erlernt. Hay hat allerdings damals noch eine zweite Richtlinie erlassen, die in modernen Trennkost-Ratgebern selten erwähnt wird: Die täglichen Mahlzeiten sollen zu Dreivierteln aus basenbildenden Lebensmitteln wie Gemüse, Salat und Obst bestehen. Die säurebildenden Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Milch und Käse dürfen nur ein Viertel ausmachen.

Die Pfunde purzeln von allein

Nach heutigem Kenntnisstand halten Mediziner Hays Annahme, dass Eiweiß und Kohlenhydrate nicht zusammen verdaut werden können, für widerlegt. Auch Hays Einteilung der verschiedenen Lebensmittel gilt als überholt und teilweise falsch. Dennoch ist Trennkost sehr gesund: Mit der Ernährungsumstellung nimmt der Mensch wenig Fleisch und Fett zu sich, dafür aber viel Gemüse, Salat, Rohkost und Obst. Die Resultate der Trennkost können sich sehen lassen: Die Pfunde purzeln und die Blutfettwerte sinken – und mit ihnen auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Lesen Sie auf idee für mich mehr über die besten Tricks für die Traumfigur und wie Sie ganz einfach Fett in der Ernährung einsparen können – und viele andere Trennkost-Tipps.

Abnehmen mit Trennkost: Die beliebte Diät im Check

25.10.2019

Und immer wieder nehmen wir uns vor: Abnehmen — aber bitte gesund!