Was Haare alles verraten

Brüchiges Haar kann auf eine Erkrankung der Schilddrüse hindeuten Gehen Sie dem Haarausfall auf den Grund, wenn Sie übermäßig viele Haare ausbürsten Gegen Schuppen im Haar können Sie erfolgreich vorgehen

Brüchig, schuppig, glanzlos? Haare sind der Spiegel von Körper und Seele: Wenn irgendwas nicht stimmt, merken wir das an ihrer Struktur.

Haare sind unser Gesundheitsbarometer. Wenn sich ihre Struktur ändert, kann das ein Warnsignal des Körpers sein. Diese Ursachen können hinter Haarproblemen stecken:

Glanzloses, brüchiges Haar

Wenn die üppig glänzende Pracht plötzlich spröde und glanzlos wird, könnte das ein Anzeichen für eine Schilddrüsen-Unterfunktion sein. Denn wenn die nicht genug Hormone produziert, ist auch die Haarwurzel betroffen, die Haarstruktur ändert sich. Auch bei natürlichen Hormonumstellungen wie bei einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren kann sich die Haarstruktur stark verändern.

Schuppen auf der Kopfhaut

Das kann ein Zeichen für Stress sein, denn das Stresshormon Cortisol bremst die Durchblutung in der Haarwurzel. Hautpilze haben gute Chancen, sich übermäßig zu vermehren und Schuppen zu verursachen. Aber auch häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos und heißes Föhnen können zu Schuppen führen. Wenn sich das Problem nicht mit einem speziellen Shampoo beseitigen lässt, kann eine Erkrankung der Haut dahinterstecken. Dann sollte man besser zum Arzt gehen.

Fettiges Haar

Das deutet auf einen niedrigen Östrogenspiegel hin. Östrogen hemmt die Talgproduktion – deshalb hat man oft kurz vor der Regel besonders fettiges Haar. Dagegen helfen spezielle Haarwaschmittel. Falls die Haare extrem fettig sind, sollte man sie nach Rat der Experten nicht jeden Tag waschen – das ist zwar unangenehm, aber die Talgproduktion lässt dann langsam nach.

Vorzeitig ergrautes Haar

Fast immer ist eine Übersäuerung des Körpers schuld, wenn sich die ersten grauen Haare sehr früh einstellen. Aber auch eine Schilddrüsen-Überfunktion kann Ursache sein – man sollte auf jeden Fall besser zum Arzt gehen.

Haarausfall

Haarverlust kann ein Warnsignal einer Diabetes-Form sein, die mit einem Androgen-Überschuss einhergeht. Das heißt, der Körper produziert zu viele männliche Hormone. Bei so genanntem diffusen Haarausfall können Eisenmangel, falsche Ernährung oder Pilzinfektionen Ursache sein. Wie kreisrunder Haarausfall entsteht, ist noch immer nicht geklärt. Auch hier kann der Arzt helfen.
 

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