Die Milch macht’s: Ist sie nun gesund oder nicht?

Warum sie besser ist als ihr Ruf

Sie war lange der Inbegriff des gesunden Nahrungsmittels. Doch mittlerweile glauben viele Menschen, dass Milch schädlich ist. Warum das nicht stimmt, erklären wir.

Eine Milchmädchen-Rechnung, die aufgeht: Laut Studien ist Milch ein echtes Multitalent in Sachen Gesundheit und überhaupt nicht so unverträglich, wie viele behaupten. Dabei gilt: Je fettreicher die Milch ist, desto bessere Dienste leistet sie für unseren Körper. Denn: Mehr in der Milch stecken mehr als 400 verschiedene Fettsäuren!

Turbo für den Stoffwechsel

Das Kalzium in der Milch soll nicht nur für stabile Knochen sorgen, sondern uns sogar bei einer Diät unter die Arme greifen – so die deutsche Ernährungswissenschaftlerin Franca Mangiameli in ihrem Buch „Die Milchdiät – Abnehmen mit dem Kalzium-Kick“. Ihre These: Das Milchkalzium bindet Fett, das wir durch Nahrung aufnehmen und sorgt dafür, dass es unverdaut ausgeschieden und nicht als Polster eingelagert wird. Milch soll so den Fettaufbau hemmen und sogar die Fettverbrennung aktivieren.

Gegen Heißhungerattacken

Vor allem Vollmilch hat einen sättigenden Effekt, denn durch den höheren Fettanteil bleibt sie länger im Magen. Eine australische Studie konnte außerdem belegen, dass Menschen, die zusätzlich zu ihrem üblichen Frühstück ein großes Glas Milch trinken, für viele Stunden kein Hungergefühl spüren und in der Folge weniger essen, also auch insgesamt weniger Kalorien zu sich nehmen. Eines ist klar: Milch ist ein Nahrungsmittel und KEIN Durstlöscher. Wer Milch also wie Wasser oder Saft literweise trinkt, der darf sich über eine Gewichszunahme nicht wundern.

Senkt das Diabetes-Risiko 

Ein guter Grund – auch für Figurbewusste – mal wieder zur Vollmilch zu greifen. Wissenschaftler der Tufts University in der US-Stadt Boston haben über 15 Jahre das Blut von 3.000 Erwachsenen untersucht und herausgefunden: Menschen, die häufiger vollfette Milchprodukte genießen, sind viel seltener übergewichtig und obendrein nur halb so gefährdet, an Diabetes zu erkranken.