Überraschend: Kohlensäure macht hungrig

Die Bläschen steuern Hormone

Wasser ohne Blubber? Das schmeckt den meisten nicht: Pro Jahr werden bei uns rund neun Milliarden Liter Wasser mit Kohlensäure abgefüllt, aber nur 1,8 Milliarden Liter stilles Wasser. Forscher haben jetzt herausgefunden: Kohlensäure fördert das Hunger-Hormon Ghrelin. 

Dabei wurde die Kohlensäure dem Wasser ursprünglich nur zugesetzt, damit es nicht schlecht wird. Dieses Verfahren entdeckten englische Forscher 1770. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedenfalls Mineralwasser als idealen Durstlöscher – egal, ob mit oder ohne Sprudel. 

Forschung 

Tatsächlich ist es aber nicht ganz egal. Biologen der palästinensischen Universität Bir Zait haben jetzt untersucht, wie sich die Kohlensäure im Wasser auf unser Essverhalten auswirkt. Fazit: Der prickelnde Blubb macht den Menschen hungrig. Denn Kohlensäure weitet den Magen. 

Hormonproduktion 

Die Zellen, welche das appetitanregende Hormon Ghrelin erzeugen, werden dadurch angeregt. Deshalb produzieren sie mehr Ghrelin – wir werden hungrig. 

Jungbrunnen 

Ghrelin macht auch glücklich. Und es fördert nach neuen Erkenntnissen das Wachstum neuer Hirnzellen. Darüber hinaus soll es die Zellen vor Umwelteinflüssen schützen und deren Alterung verlangsamen. Na dann – ein Prost auf die Kohlensäure!