Künstliche Gelenke: Entscheiden Sie sich nicht zu schnell dafür

Setzen Sie zunächst auf andere Methoden

Spazieren, Treppen steigen, Auto fahren – mit gesunden Gelenken fällt das leicht. Sind diese aber zunehmend angegriffen und bereiten Schmerzen, schränken sie die Lebensqualität des Betroffenen massiv ein. Doch ist es ratsam, direkt an künstliche Gelenke zu denken? Nein, raten Experten!

Bewegung, Bewegung, Bewegung — das ist es, was wir tun können, um die Gelenkknorpel mit allen Nährstoffen, die sie brauchen, zu versorgen. Dennoch kann es passieren: Die Hüfte bereitet Probleme und Schmerzen schränken die Beweglichkeit ein. Meist ist Gelenkverschleiß daran schuld – die berühmte Arthrose. Dann kann, je nach Stadium, eine Gelenkprothese helfen. Experten raten aber davon ab, sich zu schnell für künstliche Gelenke zu entscheiden. Vielmehr sollten erst alle nicht-operativen Maßnahmen ausgeschöpft werden, etwa Physiotherapie sowie Kälte- und Wärme-Anwendungen.

Ferner haben sich Kollagen-Peptide bewährt (CH-Alpha Plus, Apotheke). Wie eine aktuelle Studie zeigt, stoppen sie nicht nur den Knorpelabbau, sie stärken obendrein den Knorpel und zögern die Notwendigkeit künstlicher Gelenke heraus.

Das Kunstgelenk hält rund 15 Jahre

Schreitet die Arthrose trotz allem stark fort, bleibt meist nur noch die OP. Künstliche Gelenke halten im Schnitt über 15 Jahre, abhängig von Material und Beanspruchung. Das erklärt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Am besten suchen Patienten ein zertifiziertes Endoprothesenzentrum auf. Das rät Dr. Heiko Reichel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Denn diese arbeiten nach höchsten Standards. Zudem melden sie die Ergebnisse dem Endoprothesenregister Deutschland (EPRD), das Ende 2012 gegründet wurde, um die OP-Sicherheit zu erhöhen. Hier sind schon viele Kliniken aus dem Bundesgebiet registriert, Adressen unter: www.eprd.de/de/

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