Leben ohne Brille: Neue Methoden und für wen sie sich eignen

Sagen Sie Ihrer Brille endgültig Lebewohl

Selbst das schönste Modell stört uns manchmal, und günstig ist sie auch nicht gerade: Mit diesen Eingriffen kommen Sie bald schon ohne Brille aus.

Mehr als 40 Millionen Erwachsene in Deutschland tragen eine Brille. Davon müssen 36 Prozent sie ständig tragen. 28 Prozent brauchen gelegentlich eine Sehhilfe, etwa zum Lesen oder Autofahren. Frauen haben schlechtere Augen als Männer: 67 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer sind Brillenträger. Aber inzwischen gibt es einige Möglichkeiten, die Brille loszuwerden – für immer! Wir nennen Ihnen die neuesten Methoden, langfristig ohne Brille auszukommen.

Linsen-Austausch
Bei allen Fehlsichtigkeiten. Beim refraktiven Linsenaustausch wird die natürliche Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Ultraschallwellen oder der schonendere Femtolaser verflüssigen die körpereigene Linse, sie wird abgesaugt und durch eine etwas kleinere Kunstlinse ersetzt. Die OP kommt auch bei grauem Star zum Einsatz, dann zahlt die Kasse. Pro Auge kostet der Eingriff ca. 3.000 Euro

Kamra
Für alle, die unter Altersweitsichtigkeit leiden und keine Brille tragen wollen: Beim Kamra-Implantat wird eine 0,005 Millimeter dünne schwarze Kunststoffscheibe mit 8.500 ganz feinen Löchern über die Hornhaut des nicht dominanten Auges gelegt. Die Scheibe verkleinert die Pupille wie die Blende in einer Kamera – man sieht viel schärfer. Kosten: 3.000 Euro, die Kasse zahlt nicht. 

Relex Smile
Der Begriff „smile“ bedeutet „Small Incision Lenticule Extraction“ – bei dieser Behandlung ist nur ein winziger Schnitt in der oberen Hornhaut des Auges nötig. Das Verfahren ist gut für Patienten mit trockenen Augen, es ist sanft und schmerzfrei. Behandelt werden damit Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis zu 5 Dioptrien. Kosten: Bis zu 2.600 Euro.

Lasik
Bei allen Fehlsichtigkeiten. Die Hornhaut wird per Laser so modelliert, dass sie die richtige Krümmung erhält, die Sehschärfe wird optimiert. Die Kasse zahlt die 1.500 Euro pro Auge nicht.

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