Die Suche nach dem Selbst: Wagen Sie eine Expedition ins Ich

Wie Sie sich jeden Tag aufs Neue motivieren

24. März 2017

Brauchen wir eigentlich wirklich jemand anderen, der uns sagt, wer wir sind und was uns guttut? Ehrlich gesagt: Nein. Wenn wir stattdessen aber in uns selbst hineinhorchen, kann das unser Leben bereichern. Denn wir selbst sind unser bester Coach! Zu sich selbst zu finden, ist vielleicht nicht immer einfach, es lohnt sicher aber umso mehr.

Dieser Moment, wenn plötzlich alles einen Sinn ergibt. Wenn wir nicht mehr zweifeln, sondern ganz bei uns und mit allem im Reinen sind. Wie herrlich müsste das sein, auf einmal alle Antworten zu haben, unseren Platz in der Welt zu kennen und zu wissen, wie wir ein erfülltes, glückliches Leben leben können. Die Suche nach dem Selbst dauert, aber sie lohnt sich.

Antworten erhalten: Auf Suche gehen

Auf der Suche nach Wegen und Strategien, um herauszufinden, wer wir wirklich sind und was wir wirklich wollen, wie wir unsere Ziele verwirklichen können, schauen wir oft nur nach außen: Wir orientieren uns an anderen, fragen unsere Freunde um Rat, hören auf Experten-Meinungen. Das alles ist sinnvoll und wichtig, wir bekommen so viele Anregungen und Inspiration. Mindestens genauso wichtig ist es aber, nach innen zu schauen – ohne den Einfluss von anderen. Was will ich wirklich? Wo will ich hin? Was macht mich glücklich? Nur so lernen wir uns wirklich kennen, lernen uns wertzuschätzen und uns zu lieben.

Sinn im Jetzt: Rückschau halten

Um zu begreifen, wo wir im Leben stehen, was wir schon alles gemeistert haben und wie stark wir sind, hilft es, eine Art Autobiografie zu schreiben. In der Form sind Sie ganz frei: Notieren Sie rückblickend die wichtigsten Momente und Erlebnisse eines Jahres, halten Sie Ihre Gefühle in bestimmten Situationen fest – oder vielleicht möchten Sie stattdessen eine „Fieberkurve“ für jedes Jahr aufzeichnen, mit dem natürlichen Auf und Ab, das Ihre Entwicklung prägt. Schon nach kurzer Zeit werden Sie Muster erkennen: eine Art roter Faden, der sich durch Ihr ganzes Leben zieht – und sie zum Jetzt geführt hat. Zu sich selbst zu finden hat immer auch etwas mit Reflexion zu tun.

Mut für morgen: Neue Ziele setzen

Indem wir die verschiedenen Stationen, die wir durchlaufen haben, aufschreiben, merken wir, dass wir zwar häufiger mit Hindernissen zu kämpfen hatten, diese am Ende aber immer überwunden haben. Aus Problemen sind Lösungen geworden – und zwar aus unserer eigenen Kraft heraus. Die Suche nach dem Selbst geht einher damit anzuerkennen, dass wir etwas können. Diese Erkenntnis schenkt uns Vertrauen und Mut für den nächsten Tag. Wir sind frei und bereit, unsere Zukunft zu planen, einen neuen Kurs festzulegen, der uns vorwärtsbringt. Fragen Sie sich auch, was Sie sich wünschen, und setzen Sie sich möglichst konkrete Ziele. Was will ich wirklich? Dank Ihrer Biografiearbeit wissen Sie, welche Talente in Ihnen schlummern und welche Eigenschaften Sie in Zukunft verstärkt nutzen können, um diese Ziele zu erreichen. Machen Sie sich dabei immer wieder bewusst, dass Sie der Architekt Ihrer eigenen Existenz sind. Sie haben es in der Hand, Ihr Leben aktiv zu gestalten! Bauen Sie die Dinge, an denen Ihr Herz wirklich hängt, von nun an häufiger in Ihren Alltag und bei der Arbeit mit ein. Ihre persönlichen Werte, Vorlieben und Überzeugungen sind wichtig, damit Sie im Einklang mit sich selbst sind – und mit den Menschen, die Sie täglich umgeben. So können Sie wirklich langfristig zu sich selbst finden.

Mehr Energie: Kraftquellen nutzen

In der Hektik des Alltags fällt es oft schwer, einfach mal innezuhalten und in sich hineinzuhorchen. Dann hilft es oft, einen Lieblingsort aufzusuchen oder bewusst etwas zu tun, was uns Ruhe schenkt und allen Stress vergessen lässt. Dieser ist nämlich kontraproduktiv auf der Suche nach dem Selbst. Eine ganz simple, aber dennoch wirkungsvolle Möglichkeit ist etwa das Wandern. Nicht umsonst steckt in der Frage „Wie geht es dir?“ auch das Wort „gehen“. Und wenn wir uns bewegen geht es uns gut. Wir spüren uns, setzen unsere Sinne bewusst ein, nehmen den Körper neu wahr, können den Gedanken freien Lauf lassen. Probieren Sie immer wieder neu aus, in welcher Umgebung Sie sich besonders wohlfühlen und Ihre Akkus aufladen können. Machen Sie sich aktiv auf die Suche nach dem Selbst — das kann tatsächlich wörtlich verstanden werden.

Wahre Selbstliebe: Akzeptanz üben

Der letzte und wichtigste Schritt, für ein erfülltes Leben und zu sich selbst zu finden: uns selbst so anzunehmen, wie wir wirklich sind. Denn auch wenn wir mittlerweile erkannt haben, wo wir stehen und wo wir hinwollen, werden wir nur glücklich, wenn wir aufhören, uns andauernd selbst zu kritisieren und zu hinterfragen. Streichen Sie deshalb zunächst alle Fragen mit dem Wort „genug“ am Ende: Kein „Bin ich gut genug?“ oder „Bin ich hübsch genug?“ mehr! Sagen Sie sich: „Ich darf sein, wer ich bin und wie ich bin. Und gerade deswegen muss ich nicht so bleiben, sondern kann auch über mich hinauswachsen. Wenn ich das will.“