Hausmittel gegen Blattläuse: Welche Mittel wirklich helfen

So werden Sie die kleinen Schädlinge los

Jeder Hobby-Gärtner kennt die kleinen Schädlinge: Blattläuse. Sie befallen gerne junge und geschwächte Pflanzen und breiten sich von dort langsam aus. Dabei müssen Sie nicht immer gleich mit chemischen Mitteln gegen die Tierchen angehen. Wir haben daher eine wirksame Auswahl an Hausmitteln gegen Blattläuse für Sie zusammengestellt.

Wann Sie mit einem Befall rechnen müssen

Nicht nur junge Triebe auch Pflanzen, die besonders standortempfindlich sind, werden unter den falschen Umständen gerne von den kleinen Insekten befallen. Und selbst nach einem kalten Winter sind die Pflanzen entgegen der allgemein verbreiteten Meinung nicht von den Schädlingen befreit. Die Eier der letzten Generation überstehen auch kalte Winter auf der Wirtspflanze. Es bietet sich daher an, die Pflanzen nach dem Winter zurückzuschneiden und die Schnittreste zu entsorgen, um eine erneute Ausbreitung der Schädlinge zu vermeiden. Sollte eine Pflanze von bereits geschlüpften Schädlingen befallen sein, bietet sich eine Vielzahl an Hausmitteln gegen Blattläuse an, um diese schonend zu entfernen.

Jauchen als Hausmittel gegen Blattläuse

Ackerschachtelhalm-Jauche: Weichen Sie ein Kilogramm frisches oder 200 Gramm getrocknetes Kraut für 24 Stunden in zehn Liter kaltem Wasser ein und verdünnen Sie anschließend einen Liter der Jauche mit fünf Litern Wasser, bevor Sie sie wöchentlich auf die befallenen Pflanzen gießen oder spritzen. Diese Maßnahme ist vorbeugend und wirkt ausschließlich im Anfangsstadium gegen Blattläuse.

Brennnessel-Jauche: Für die Brennnessel-Jauche muss ein Kilogramm blühende Brennnesseln geerntet werden. Die Kräuter sollten dann etwa ein bis zwei Wochen in zehn Liter Wasser gären. Danach kann ein Liter der Jauche mit zehn Litern Wasser verdünnt werden und wird im zweiwöchigen Rhythmus auf die Befallenen Pflanzen gesprüht. Da die Mixtur sehr geruchsintensiv ist, können Sie eine Hand Gesteinsmehl in die gärende Mixtur geben.

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Andere flüssige Hausmittel gegen Blattläuse

Wermut-Tee: Im Frühjahr und Sommer kann dieser Tee als Hausmittel gegen Blattläuse angewendet werden. Um ihn herzustellen, benötigen Sie 100 Gramm frische oder zehn Gramm getrocknete Wermutblätter. Überbrühen Sie sie mit einem Liter kochendem Wasser und seien Sie sie nach 24 Stunden durch ein feines Sieb ab. Dann können Sie den kalten Tee auf die Pflanzen sprühen.

Adlerfarn-Brühe: Dieses Hausmittel gegen Blattläuse ist besonders für Zimmerpflanzen geeignet und besonders einfach herzustellen. Hierbei müssen Sie ein Kilogramm des Farnlaubs mit zehn Litern Wasser vermischen. Anschließend kann die Brühe sofort auf die Pflanzen gespritzt werden.

Wasserbad: Blattläuse können weder Schwimmen noch unter Wasser atmen. Daher bietet es sich an, die Pflanze (nach dem sorgfältigen Umwickeln des Topfes mit einer Plastiktüte) für zwei Stunden in lauwarmes Wasser zu tauchen, um die Schädlinge zu ertränken.

Schwarzer Tee: Bereiten Sie einen Liter schwarzen Tee (mit zwei Teebeuteln) zu, lassen Sie ihn 15 Minuten ziehen und besprühen Sie Ihre Pflanze von allen Seiten mit dem Tee.

Essig: Mischen Sie 100 Milliliter Essig und einen Liter Wasser und besprühen Sie Ihre Pflanze damit, bis sie vollkommen durchnässt ist. Vergessen Sie dabei nicht, auch die Erde ausreichend mit dem Gemisch zu besprühen. Wiederholen Sie den Vorgang, sollten Sie nach einigen Tagen noch immer Blattläuse finden.

Kartoffelwasser: Besonders hilfreich bei befallenen Rosen ist Kartoffelwasser als Hausmittel gegen Blattläuse, welches zugleich als Dünger wirkt. Wenn Sie Kartoffeln gekocht haben, können Sie den Sud abkühlen lassen und später damit Ihre Rosen und die umliegende Erde besprühen, um dem Schädlingsbefall entgegenzuwirken.

Zwiebelsud: Schneiden Sie eine große Zwiebel in kleine Stücke und bringen Sie diese in einem wassergefüllten Topf zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, stellen Sie eine niedrigere Temperatur ein und lassen Sie das Zwiebelwasser nun für 20-30 Minuten köcheln. Lassen Sie dann die Brühe abkühlen und sprühen Sie sie auf die befallene Pflanze.

Milchwasser: Bei diesem Hausmittel gegen Blattläuse mischen Sie 1/3 Frischmilch und 2/3 Wasser und sprühen damit alle Seiten der Pflanze an. Vergessen Sie dabei bitte nicht, auch die Blattunterseiten zu besprühen.

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Weitere Hausmittel gegen Blattläuse

Kern- und Schmierseife: Bei diesem Mittel muss besonders darauf geachtet werden, dass es sich bei der verwendeten Seife tatsächlich um Kern- oder Schmierseife handelt. Naturseife enthält Zusatzstoffe, die zwar für den Menschen ungefährlich sind, für Pflanzen jedoch schädlich sein können. Lösen Sie 50 Gramm geriebene Kern- oder Schmierseife in einem Liter warmen Wasser auf und rühren Sie, bis sich die Seife aufgelöst hat. Dann können Sie die Mixtur auf die betroffenen Pflanzen sprühen. Um die Wirkung bei einem starken Befall zu intensivieren, können zwei Teelöffel Alkohol oder Spiritus zu der Mixtur hinzugegeben werden.

Bohnenkraut: Bohnenkraut hilft vorbeugend gegen Blattläuse, wenn Sie es in regelmäßigen Abständen zwischen die betroffenen Pflanzen setzen. In einer solchen Mischkultur fühlen sich Nützlinge wie Marienkäfer wohl und bilden einen guten natürlichen Schutz gegen Blattläuse.

Knoblauch: Bei einem geringen Befall kann Knoblauch als Hausmittel gegen Blattläuse helfen. Stecken Sie einfach eine geschälte Knoblauchzehe zur Hälfte in die Erde neben jeden Pflanzenstiel. Bei einem stärkeren Befall bietet sich hingegen ein Knoblauch-Sud an. Hierfür müssen drei große Knoblauchzehen halbiert und in einen Liter Wasser eingelegt werden. Lassen Sie das Gemisch zwei Wochen lang ziehen und gießen Sie dann den Sud in eine Sprühflasche, um ihn von allen Seiten auf die Pflanze zu sprühen.

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